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Robert Kreis in Bonn

7. März 2007 # 725 views # 1 Kommentar

Gestern war ich im Bonner “Haus der Springmaus“. Meine Eltern hatten mich eingeladen. Nun ja, nicht wirklich eingeladen.
Das war so: Ich habe meinem Papa zum Geburtstag einen Gutschein geschenkt für den er sich zwei Karten für eine Vorstellung in der Springmaus oder im Pantheon aussuchen konnte. Das hat er dann auch gemacht, allerdings musste sollte ich mitgehen.
Ausgesucht hat er sich Robert Kreis. Falls es Jemanden gibt, dem Robert Kreis nichts sagt: Kein Problem, mir bis dato auch nicht.
Nachdem ich dann im Internet ein bisschen recherchiert hatte, ängstigte mich der gestrige Abend schon im Vorfeld. Chansons, 20er und 30er Jahre Musikstile, Gedichte. Das klang für mich alles sehr verstaubt und wenig inspirierend.

Mit diesem Vorurteil möchte ich aufräumen. Die Vorstellung war der Hammer. So viel gelacht habe ich selten. Im letzten Teil der Vorstellung hatte ich sogar einen Moment in dem ich dachte, ich würde blau anlaufen, weil ich meinem Gehirn nicht mehr befehlen konnte zu atmen, Tränen schossen mir aus den Augen.

Robert Kreis ist gebürtiger Holländer – hört man allerdings nur in der Sprech-, nicht aber in der Singstimme. Er sammelt Zeitschriften, Gedichte, Lieder und Bücher aus längst vergangenen Tagen und gibt diese in seinem Bühnenprogramm wieder. Da geht es um hochaktuelle Themen wie Klonen, Figurbewusstsein, die Liebe und Sex. Damals wie heute – die gleichen Probleme.
Viele Teile des Programms finden ihren eigentlichen Humor in Kreis’ Fähigkeit die Dinge darzustellen, sie miteinander zu verknüpfen, sein schauspielerisches Talent und seine Stimme gezielt einzusetzen und Witz bezüglich seiner eigenen Person einzubringen.

Der gestrige Abend hat mir mal wieder gezeigt, dass Vorurteile immer wieder nach hinten losgehen und ich öfter mal was Neues ausprobieren sollte, um anderes kennenzulernen. (Alte Binsenweisheit!)

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1 Kommentar »

  • Petra meinte:

    Ich war auch schon in dem Programm mit dem Namen “Das frivole Grammophon” und kann mich Danys Meinung nur anschließen. Die zweieinhalb Stunden, die das Programm inklusive der Zugaben gedauert hat, gingen um wie im Fluge und man hatte sehr viel zu Lachen.

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