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Firefox vs. Opera

11. Mai 2007 # 441 views # 8 Kommentare

Aus der Laune der Sache heraus – das Online Banking der Postbank funktionierte nämlich weder über Firefox, noch über den IE – musste ich mir Opera als Internetbrowser installieren. Gedacht, getan. Und siehe da, ich war auf den ersten Blick angenehm überrascht. Schicke Oberfläche, Emailüberwachung, Widgetunterstützung, integrierter Feedreader und schicke Themes.

Firefox mit Lesezeichen Ich bin ein überzeugter Firefox-User. Seit Jahren! Trotzdem habe ich in den letzten Tagen überwiegend mit Opera gearbeitet, um zu sehen welche Vor- und Nachteile sich ergeben, ob Opera mit Firefox mithalten kann und ob meine Erwartungen und Anforderungen an einen Browser auch von Opera abgedeckt werden können.

Was beim Firefox die Lesezeichen-Symbolleiste ist, ist bei Opera die so genannte Schnellwahl. Diese stellt die Lesezeichen direkt mit einem Vorschaufoto (welches allerdings nicht automatisch updated) dar und läßt sich ebenso gut wie die Lesezeichen-Symbolleiste im Firefox bedienen – sieht eben nur optisch ein wenig besser aus.

Praktisch ist bei Opera, dass man seine Emails diekt über den Browser anschauen kann, wobei ich in diesem Funktionsumfang doch bemängeln muss, dass keine Spams ausgefiltert werden (dies muss manuell beigebracht werden) und man somit erstmal “wühlen” muss, welche Mails relevant sind. Andererseits können Emails direkt aus dem Browser verschickt bzw. weitergeleitet werden und zwar in konfortablem Ausmaß.

Ein wenig enttäuschend fällt dahingehend der – für mich – sehr wichtige integrierte Feedreader aus. In Firefox benutze ich das Add-on “Brief“. Ein sehr schöner übersichtlicher Feedreader, der mit einer Sidebar ausgestattet ist, in der alle abonnierten Feeds angezeigt werden. Im Hauptfenster erscheinen (logischerweise) die einzelnen Einträge des zugehörigen Blogs. Außerdem lassen sich die Einträge als gelesen und ungelesen markieren, sie können direkt angesurft werden und über den Namen des Blogs im oberen Bereich des Hauptfensters die Internetseite aufgerufen werden.
All diese Funktionen fehlen mir bei Opera. Hier werden alle Feeds nach festgelegter Reihenfolge im oberen Fenster aufgelistet und im unteren Fenster erscheint der oben ausgewählte Beitrag (je nach Konfiguration unterschiedlich!). Negativ aufgefallen ist mir dabei, dass sich nur die Artikel selbst über einen Link aufrufen lassen, nicht aber der eigentliche Weblog.

Da ich begeisterter Nutzer von save.tv bin, lade ich relativ viele Serien und Filme aus dem Internet und benutze daher den an Firefox gekoppelten “Free Download Manager“. Damit lässt sich der Download über das Kontextmenü aufrufen. Opera hat einen integrierten Downloader, der im Test weitaus langsamere Downloadgeschwindigkeiten aufzeigte als der “FDM”. Allerdings liefert Opera in der Standardversion ohne Add-on einen Bittorent-Client mit. Auch hier waren die Downloadgeschwindigkeiten nicht ganz so überzeugend, wobei dies natürlich nicht unbedingt an Opera selbst bzw. allein liegen muss.

Es gibt noch weitere Funktionen, wie das Adressbuch, Notizen und die Widgets bei Opera, mit denen ich persönlich in einem Browser nicht viel anfangen kann.

Fazit: Ich bleibe lieber bei meinem geliebten Firefox, weil eine Fülle an Funktionen für mich meist eher störend als hilfreich sind, weil ich meine Downloads in Firefox besser organisieren und aufrufen kann und der Feedreader ebenfalls mehr meinen Bedürfnissen entspricht.

Letztlich ist es reine Geschmackssache. Der Eine mag die Optik, der Andere eher die Funktionen. Jeder hat andere Anforderungen und daher auch – durch die Vielfalt der Produkte – die Qual der Wahl.

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8 Kommentare »

  • Jared meinte:

    ich sags mal so – es kommt wirklich drauf an wie sehr man sich mit dem browser beschäftigt! ich liebe die vielzahl der erweiterungen für den FF und vermisse so viele dinge bei opera… andererseits ist opera allein wegen der grafik nicht zu verachten ;)

    ps: das gibbet nicht! ich surfe nun schon seit jahren im netz und kenn save.tv nicht! meld mich da jetzt an und saug mir gleich ne schöne serie

  • Dany (admin) meinte:

    save.tv ist wirklich sehr praktisch, allerdings muss man beachten, dass es Geld kostet und nicht gerade zu knapp. Ich mache nur dabei eine Gegenrechnung auf, dass ich fast fünf komplette Serien in mehreren Staffeln aufgenommen habe, was in Hinsicht auf den DVD Kauf wieder günstiger ist. Muss man eben für sich selbst entscheiden.

  • Jared meinte:

    ja das hab ich mittlerweile auch schon entdeckt! und ehrlich gesagt ist die anfangseuphorie weg – vllt ist ja http://www.onlinetvrecorder.com/ genau das was ich suche! da gehts nämlich bedingt kostenlos ;)

  • OTR - eine Alternative zum TV? » Jared meinte:

    [...] einer mehr beiläufige Erwähnung des Internetdienstes Save.tv bei Dany bin ich auf die Idee gekommen doch mal einige dieser “Online TV Recorder” als [...]

  • Difan meinte:

    Yep, kann verstehen, wenn du beim Fuchs bleibst! Ich selbst bin schon seit Jahren Firefox-Nutzer, teste aber gerade aus reiner Neugier den Opera 9.21

    Leider muss ich sagen, dass mich ein paar Dinge stören: Zum einen finde ich es sehr unübersichtlich, den Mail-Client im Browser integriert zu haben, vor allem dann, wenn er sich in einem neuen Tab öffnet. Ich kann ohnehin nicht verstehen, was viele Leute an Suites so toll finden!?! Da bleibe ich doch lieber bei dem einfach zu bedienenden Thunderbird.

    Außerdem finde ich die Erweiterung “Adblock Plus” wesentlich besser als das ständige manuelle Blocken von Inhalten im Opera. Klar, es gibt auch vorgefertigte Filterlisten, aber bei den meisten meiner Lieblingsseiten greifen die einfach nicht.

    Dann der nächste Punkt (auch wenn sich die Operaner jetzt wieder tierisch aufregen): Viele Seiten werden einfach nicht richtig dargestellt. Da verschiebt sich dann die gesamte Navigationsleiste der Seite und noch andere Sachen. Klar, der Opera mag den Acid2-Test ohne Probleme bestehen – aber was bringt mir als User das, wenn er über kleine “Unreinheiten” in so mancher Webprogrammierung nicht hinwegsehen kann und damit Seiten falsch angezeigt werden?

    Dazu kommt noch, dass mir wirklich ein paar Sachen fehlen, die beim FF mit Erweiterungen problemlos aufgerüstet werden können: FTP Client zum Beispiel etc. pp.

    Fazit: Ich werde wohl den Opera wieder runterschmeissen und mich weiter am Fuchs erfreuen! ;-)

  • Dany (admin) meinte:

    @ difan:
    Wahrscheinlich ist man entweder Opera-Nutzer aus Überzeugung oder eben Firefox-Nutzer aus Überzeugung. Ich würde auch nicht sagen, dass Opera totaler Mist ist, aber eben für mich und offensichtlich auch Dich, nicht geeignet.

    Genau wie Du sagst, haben User andere Vorlieben. Ich habe auch lieber verschiedene Programme, die gut laufen und auf mich zugeschnitten sind, als eine Suite. Außerdem sind die Add-ons von Firefox mittlerweile so umfangreich, dass der Firefox einfach und schnell personalifiziert – also individuell ausgebaut werden kann. Was will man mehr.

  • Difan meinte:

    Totaler Mist ist der Opera sicher nicht! Ich bin sogar soweit ganz zufrieden macht. Nur halt eben die verhunzete Seitendarstellung auf manchen Seiten ist wirklich blöd! Wahrscheinlich arbeitet der Opera da einfach zu “genau”.

    Na ja, werde ihn noch ein bisschen weiter testen… :-)

  • Difan meinte:

    So, mal ein kleines Update! ;-)

    Ich gebe zu, dass ich mittlerweile doch ganz überzeugt vom Opera bin. Es ist schnell und, wenn man sich mal ein bisschen damit beschäftigt hat, sehr gut zu konfigurieren. Ich habe jetzt die filter.ini noch ein bisschen erweitert, und ich kann schon sagen, dass Werbung jetzt genauso gut geblockt wird wie mit “Adblock Plus” vom FF. Allerdings muss man zugeben, dass der Opera für Laien oder Leute, die nicht allzu viel Ahnung von der Materie haben oder sich nicht länger damit befassen wollen (sprich: Otto-Normal-User) nicht empfehlenswert ist, weil er relativ schwer zu personalisieren ist.

    Was für Firefox-User wohl sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist wohl die Tableiste ÜBER der Adressleiste. Aber das lässt sich auch, mit etwas Mühe, ändern. Pluspunkt ist aber auf jeden Fall, dass er viele Funkstionen “von Haus aus” schon mitbringt, die beim FF per Add-ons nachgerüstet werden müssen. Was mir auch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sich das Tab-Verhalten des FF mit der Extension “Tab Mix Plus” noch einen Tick präziser bestimmen lässt als im Opera. Aber auch da kommt es darauf an, wie man die Tabs handhaben will. Für meine Zwecke reichen die Einstellungen, die im Opera möglich sind.

    Wovon ich aber immer noch nicht überzeugt bin, ist M2, der integrierte Email-Client im Opera. Der ist schlicht und ergreifend zu simpel gehalten. Beispielsweise (und das ist eine Funktion, die ich im Thunderbird zu schätzen weiß) lässt sich der Spam/Junk-Ordner nicht so definieren, dass Spam-Mails direkt in den Paierkorb verschoben werden. Schade eigentlich.

    Trotz allem denke ich, dass Opera jetzt einen neuen, treuen User dazugewonnen hat, weil mir einfach das Handling (und zugegeben, auch die Optik) des Opera sehr gut gefällt. Trotzdem werde ich den FF weiter nutzen, hauptsächlich für problematische Websites, die der Opera vielleicht nicht anzeigen kann. Übrigens lässt sich leicht ein FF-Button im Opera einbinden, mit dem man den Fuchs den aktuellen Tab öffnen lassen kann. Sehr praktisch! Für alle anderen Sachen, die ich sonst mit dem Firefox erledigt habe (FTP-CLient und Screenshots machen) hab ich mir mittlerweile entsprechende Freeware besorgt. Zumal es mir ohnehin lieber ist, alle Programme getrennt zu haben.

    In diesem Sinne: Man kann mit Firefox UND Opera glücklich werden! ;-)

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