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Fall in love with british music?

28. Mai 2007 # 715 views # 1 Kommentar

Eben fiel es mir wie kleine Schüppchen von den blauen Augen. Komisch, dass es mir bisher noch nie aufgefallen ist, aber ich verehre seit Jahren primär die britische Musikszene bzw. deren Künstler. Selbstverständlich höre ich auch sehr viel deutschsprachige Musik. Aber zu den Alben und Künstlern, die ich in meinem CD-Regal stehen habe und die ich ungesehen in meinen persönlichen Musik-Olymp packen würde, gehören zweifelsohne überwiegend Briten. Erschreckend vor dem Hintergrund, dass Briten auf mich oftmals einen versnobten Eindruck machen. Das soll keine Beleidigung sein – im Gegenteil. Ich schmelze fast dahin, wenn ich einen starken britischen Akzent vernehme.

Mit dieser gerade entdeckten Hysterie fing es bei mir genaugenommen schon in jungen Jahren an. Mein zweites Konzert erlebte ich in der guten, alten – mittlerweile für billige Diskos mißbrauchten – Biskuithalle in Bonn mit “Blur”. (Für all diejenigen die mit Blur nichts anfangen können: Damon Albarn war später Sänger der “Gorillaz” und ist derzeit mit “The Good, the bad and the queen” unterwegs). Kurze Zeit später entwickelte ich ein Faible für Oasis, mit deren Merchandise-Krempel ich mich auf meiner London-Tour eindeckte und deren Konzertticket ich mir im VVK sicherte, es allerdings letztlich in die Tonne kloppen konnte, weil Liam und Noel sich mal wieder nicht mochten und zu sensibel für eine Tour waren. – Auch diese Zeit verging und mit ihr die Liebe und Bewunderung für Oasis, die leider – meiner Meinung nach – nach “What’s the story, morning glory” nie mehr an ihre eigene Leistung heranreichen konnten. Vor gut einem Jahr vernahm ich nochmal ein Röcheln, welches in meinem Gehörgang allerdings (fast) unterging.

Gerade ging mir durch den Kopf, dass ich mit meiner Erzählung noch früher ansetzen muss. Noch in den Kinderschuhen tanzte ich zu Hause vor einem aus Lego gebauten Mikrofon und versuchte die Mimik von John Lennon und Paul McCartney nachzuahmen, später die von Freddie Mercury. Das erste Lied in meinem Leben, dass ich auswendig beherrschte war “Yellow Submarine”. Höchstwahrscheinlich ist mein Papa für diese Infizierung verantwortlich.

Auch in der heutigen Zeit, ganz besonders in der heutigen Zeit bin ich dem britischen Verfall in völliger Leidenschaft ausgesetzt. Robbie Williams, Just Jack, James Morrison, Coldplay, Mika, James Blunt, Queen, Kaiser Chiefs, Natasha Bedingfield, Placebo, Fatboy Slim, Dido, Sophie Ellis-Bextor, Moloko, Jamiroquai, und und und. Jedesmal wenn ich die Anlage anwerfe, weiten sich meine Pupillen als wäre ich auf Speed.

Seit der neuen T-Home-Werbung weiß ich auch warum die Rolling Stones (”Paint it black”) ihre Daseinsberechtigung haben.

Apropos Musik-Olymp. Obwohl Oasis mit 99%iger Sicherheit nie mehr einen großen Hit landen werden, denke ich, dass “What’s the story, morning glory” eines der besten Alben ist, die ich je gehört habe, das beste britische Lied allerdings definitiv “Under Pressure” von Queen in Zusammenarbeit mit David Bowie ist.

Was soll ich sagen? Die Briten haben es einfach drauf!

copyright des Bildes: blech (flickr)

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1 Kommentar »

  • Jenny meinte:

    Äääh. Da muss ich jetzt ja den Taschenrechner auspacken bei meinen suboptimalen Kopfrechnenkünsten.

    Ich habe glaub noch nie nachgeschaut, ob die und die Englisch singenden Künstler nun aus den USA kommen oder aus England. Wenn ich mir aber Deine Liste so anschaue, dann sind bei mir auch einige Briten dabei.

    Ich persönlich mag das britische Englisch nicht wirklich. Klingt mir zu spießig. Gut, dass man das aus den Songs eigentlich nicht raushört.

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