“Ich – ein Unikat!”
Nein, das ist keine klare Selbstüberschätzung meiner eigenen Person, sondern die Aussage der netten Ärztin aus dem Krankenhaus, die mir heute Morgen Blut abnehmen sollte.
“Sollte”, läßt schon ein bisschen erahnen, dass dies nicht so funktioniert hat, wie sich das alle Beteiligten gewünscht haben.
Ich bin der Schrecken einer jeden Arzthelferin, eines jeden Arztes. Alle verzweifeln an meinen schlechten Venen. Die Dame aus dem Gesundheitsamt – die wohlgemerkt seit 20 Jahren nichts anderes macht, als Blut abnehmen – schickte mich fort, zu meinem Hausarzt gehe ich nicht mehr zum Blut abnehmen, nachdem ich nach drei aufeinander folgenden Tagen aussah wie ein Junkie auf Urlaub, aber immer noch kein Tropfen Blut den Weg in die Ampulle gefunden hatte, die Ärztin heute Morgen im Krankenhaus rief einen Kollegen.
Mein Anblick war mittlerweile nicht mehr so schön. Ich war verheult, angespannt und völlig am Ende.
Seit ich klein war, habe ich erhebliche Probleme, wenn es medizinisch nötig ist, meine Venen in Anspruch zu nehmen. Eine erhebliche Rolle spielt neben meinen schlechten Venen wohl auch meine Spritzen- bzw. Kanülenphobie.
Das äußert sich bspw. so, dass ich nicht mehr in der Lage bin meinem Arm oder meiner Hand ein Signal zu senden, dass er bzw. sie sich bitte bewegen soll. Dann scheint es in meinem Nervensystem die Schaltstelle Arm/Hand nicht mehr zu geben. Meine Mutter hat dankenswerter Weise diese Bewegungen für mich übernommen.
“Das ist mir bisher aber noch nie begegnet.” – Dieses Satz höre ich immer, wenn die Ärzte oder wer auch immer überfordert sind.
Unikat war da mal etwas ganz Neues.
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Das ist Mal heftig! Bei mir sind die auch nicht sooo leicht zu finden, aber so schlimm wie bei dir ist es zum Glück nicht. Bein Beileid!
Bei mir sieht man die Venen bei bloßen Anblick. Zwei hellblaue Striche in meiner Armkehle. Nunja, ich hab immer Angst, dass denen was passiert, weil die so nah an der Oberfläche sind
Ich mag Blutabnehmen auch überhaupt nicht. Ich kann kein Blut sehen und muss immer weggucken. Auch der Stich ist unangenehm und ich bin froh, wenn es vorbei ist. Danach kann ich meinen Arm kaum bewegen und hab dann Angst, dass bei ruckartigen Bewegungen immer noch Blut rausgeschossen kommt. Uah!
Nunja, heute finde ich mein Verhalten von gestern natürlich wieder kindisch, aber was solls? Ich muss die Kontrolle bei der Blutabnahme bei mir wissen. Deswegen kann ich nicht dabei liegen und muss auch sehen, wenn der Stich kommt. Da gibt es kein Weggucken.
Aber da sind alle Menschen unterschiedlich. Tja, ich bin halt nicht nur ein Unikat, sondern auch ein Kontrollfreak. ;-)
Hallo Dany
Bei mir sind die Dinger leicht zu finden und ich halte auch regelmässig hin. Mir wurden schon viele Liter abgezapft im Laufe meines Lebens, denn ich bin regelmässiger Blutspender. Gerne würde ich dir helfen, deine Ängste zu überwinden – nicht zum Spenden, aber dass es für Untersuchungen Angst- und Stressfrei geht. Aber ich kann leider nicht mehr, als an dich denken.
Gruss
Chris
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