Staatsprüfung – Tag 4 + 5
Die zweite Klausurwoche war bisher sehr anstrengend. Ich bin erschöpft, ausgelaugt und froh, wenn die letzte Klausur morgen geschrieben ist.
Tag 4 – Montag – Sozialrecht
Kurzer Abriss. Es gibt eigentlich nicht viel zu erzählen. Mir ging es morgens wieder sehr schlecht, ich war sehr nervös. An dieser Stelle war die Nervosität allerdings gar nicht so angebracht. Die Klausur war eigentlich in Ordnung. Einziger Wermutstropfen: ich bin nicht ganz fertig geworden. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Aber egal.
Tag 5 – Mittwoch – Kommunales Finanzmanagement
Gestern war mir während der Klausur schon nicht mehr gut. Ich konnte weder mit der Aufgabenstellung etwas anfangen, noch mit dem Inhalt. Leider wie die ÖBWL-Klausur inhaltlich völlig an dem typischen Unterrichtsstoff vorbei. Keine Veranschlagung, keine Steuerberechnung. Stattdessen schlecht formulierte Fragen, Randthemenbehandlung, zu wenig Zeit und jede Menge Frust.
Die arme Nadine neben mir war mit der Klausur so unzufrieden, dass sie vor lauter Ratlosigkeit weinen mußte. Das tat mir schon sehr leid. Allerdings kann man während der Klausur leider nicht mal eben aufstehen und sie in den Arm nehmen.
Alle Fragen bauten aufeinander auf. Meine schlechte Leistung aus der ersten Aufgabe zog sich somit durch die Klausur und meine Note somit wahrscheinlich ins Nirvana.
Abhaken! Dieses Wort hörte ich seitdem ständig. Irgendwie haben die Menschen ja recht. Aber das zieht einen doch ganz schön runter. Vorallem, weil ich es bei den anderen Klausuren auch nicht sicher sagen kann.
Nur noch morgen. Dann habe ich es so oder so hinter mir und kann nur noch abwarten. Am 10. August werde ich hypnotisch mein Diensttelefon anstarren und hoffen, dass es nicht klingelt. Sollte es das tun und im Display die Nummer der Ausbildungsleitung erscheinen, brauche ich wohl nicht mehr dran gehen, um zu wissen, dass ich es nächstes Jahr nochmal versuchen darf.
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