DVD-Tipp: Freedom Writers
Vorgestern Abend hatte ich unbändige Lust auf ein Video. Konsequenterweise bin ich daraufhin in die Videothek gegangen und habe ein bisschen gestöbert. Problem ist immer: entweder habe ich schon alles gesehen oder es interessiert mich einfach zu vieles nicht. Ratlosigkeit. Frust. Hast. Nervosität – obschon der Tatsache, dass ich einen Film leihen und nicht den ganzen Abend in einer verrauchten Videothek abhängen will.
Nun gut, ich finde einen Film.
Schauspieler: stimmen mich versöhnlich. Patrick Dempsey, der Schwarm aus meiner Lieblingsarztserie Grey’s Anatomy und Hilary Swank (Oscargewinnerin).
Story: erinnert mich zu stark an “Dangerous Minds”.
Die Suche geht weiter. Das meiste habe ich schon gesehen – in einer der vorherigen Verlegenheiten. Bevor ich den 500 Meter langen Weg umsonst gemacht und alle Eventualitäten gegeneinander abgewägt habe – nehme ich die Dangerous Minds-Gülle. – Na dann, gute Nacht!
Zu Hause angekommen wird erst mal ganz geschmeidig mein Sofa vorbereitet, die DVD eingelegt, alle Schalter zusammen gesucht, sich richtig positioniert und akurat in die Decke gelümmelt. – Und dann los:
Freedom Writers geht wirklich los wie Dangerous Minds. Kids aus Gangs schießen aufeinander, engagierte Lehrerin will ihnen helfen, stößt dabei auf Ablehnung bei den Jugendlichen, wie auch bei ihren Kollegen. – Ich verdrehe ein wenig die Augen. Ich hatte mich nicht geirrt. Mein linkes Bein fängt schon nervös an zu zappeln. Die Rahmengeschichte bleibt. Doch dann…
Dann passiert das Faszinierende, das Ergreifende, das Rührende. Die Auferstehung eines fast vergessenen Heldenmythos erblickt das Zimmerlicht und findet zu neuem Glanz. Der Film erzählt vom Holocaust, von Anne Frank von Miep Gies und natürlich primär von den verlorenen Seelen der Jugendlichen des Films. Ein Gangmitglied, das plötzlich zu einer Heldin des Holocaust aufblickt – und dies überzeugend – ist so kitschig und zugleich emotional aufwühlend, dass man fast schon gewillt ist zu sagen: typisch Hollywood. Aber – der Film beruht auf einer wahren Geschichte.
Die Jugendlichen fangen an ihre Geschichte zu erzählen, die Lehrerin zu respektieren, zu lernen. Ein modernes Märchen der Realität. Einfach nur schön, traurig und ein bisschen zum weinen – und definitiv zu empfehlen.
Wer weitere Informationen bzgl. des Films, des Buchs oder ähnliches sucht, kann hier vorbeisurfen:
Freedom Writers Foundation
Wikipedia
Trailer – Freedom Writers
Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:









Ja, ich hab mir den Film auchmal ausgeliehen und genauso gedacht wie du, aber der Film ist tatsächlich unerwartet gut! Einige Szenen sind einfach Herzzerreisend und Hilary Swank kann auch überzeugen!
Ich muss mir den wohl nochmal ausleihen… ;-)
Huch, der Film ist ganz an mir vorbei gegangen. :shock:
Ich denke, sollte ihn aber anschauen, der Plot, der Trailer und die Musik sind vielversprechend.
Mir hat er wirklich sehr gut gefallen und ich denke, dass wäre auch ein Kandidat für einen DVD-Kauf und was das angeht bin ich immer sehr kritisch.
Mein aktueller DVD-Tip wäre der Film Zodiac von David Fincher, dem Regiesseur von Sieben und Fight Club. Der lief ab Ende Mai bei uns im Kino und ist aber irgendwie total untergegangen. Der dürfte so langsam in die Videotheken kommen.
Er erzählt die Geschichte über einen Serienmörder in der San Francisco Bay Area Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre, der nie gefasst worden ist. Dieser nannte sich Zodiac.
Spannender Weise wird die Geschichte aber aus der Perspektive der Polizei und der Zeitungsleute erzählt, die ihm immer ganz knapp auf den Versen sind. Man merkt wie sie sich über die Jahre langsam verändern und wie sehr es sie belastet, den Mörder nie zu fassen zu kriegen.
Von dem Film habe ich auch schon gehört. Der soll aber sehr brutal sein, kannst Du das bestätigen?
Also es fließt kein Blut in Strömen, so Slasher-Film-mäßig.
Es wird aber schon sehr deutlich gezeigt, wie der Täter mit seinen Opfern umspringt. Und das ist nichts für schwache Nerven.
Die Brutalität trägt aber auch zum Teil die Handlung. Wie schon bei den erwähnten anderen Fincher-Filmen Sieben und Fight-Club. Wenn du die ertragen hast und magst, dann kannst du dir Zodiac anschauen. Schlimmer wird es nicht.
Falls dir die beiden Filme zu ekelig sind, dann ist auch die deutliche Darstellung der Geschichte in Zodiac nichts für dich.
Ich würde dann die fast 3 Stunden, die für den Film brauchst mit etwas Schönerem füllen. (Hatte ich vergessen zu erwähnen: Der Streifen ist knapp 160 Minuten lang)
Sieben und Fight Club haben mir beide sehr gut gefallen. Dann werde ich mir den auf jeden Fall mal leihen.
Fight Club hatte ja ein kurioses Ende. Damit hatte ich nicht gerechnet. David Fincher find ich eh einen guten Regisseur. Und den Robert Downey Jr. sehe ich zudem auch noch sehr gern.
Fight Club ist, meiner Meinung nach, einer der besten Filme überhaupt.
Und das Ende bei Sieben war zwar nicht so unerwartet aber doch auch stark.
Leider ist diesmal die Vorlage eine reale Story, so das das Ende von vorne herein feststeht.
Aber der Weg ist das Ziel. Und der Jake Gyllenhaal finde ich von Film zu Film besser.
Was meinst Du?
In the air – today
Das Albenstöckchen
Eine Sammlung von Albenkritiken aus (Klein-)Bloggersdorf
Tags
kommentieren

7 Bottles (Bonus Track)Ben Howard
vor 2 T,3 Std. und 54 Min.

PromiseBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 0 Min.

GraciousBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 5 Min.

Black FliesBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 12 Min.

Keep Your Head UpBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 16 Min.

The FearBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 20 Min.

Only LoveBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 24 Min.

EverythingBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 29 Min.

The WolvesBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 34 Min.

DiamondsBen Howard
vor 2 T,4 Std. und 38 Min.
chronologisch
kategorisch
Feedback
zuletzt:
Dany liest:
Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger
Weitere Bücher...