Über die Produktivität der Motivation
Produktivität beschreibt das Verhältnis zwischen produzierten Gütern und den dafür benötigten Produktionsfaktoren.
Ich bin also – reduziert um all mein Wissen, meine Talente und Emotionen – irgendwie ein Produktionsfaktor. Und als solcher fühle ich mich auch häufig. Wie eine seelenlose Hülle, deren Finger im Takt auf die Tasten der Schreibmaschine tippen und versuchen im Akkord Wörter in ein Dokument zu packen. Das fertige Word-Dokument ist dann mein produziertes Gut.
Güter sollen in der Regel entweder mit einer ordentlichen Gewinn-Marge in die Gesellschaft infiltriert werden oder zumindest einen fortlaufenden Nutzen erzeugen.
Viele Schriftstücke die ich aufsetze erblicken nicht mal das Licht eines anderen Büros geschweige denn einer anderen Birne und dürfen höchstens die muffigen Regionen meines Papierkorbes erforschen.
Dabei werden die Formulierungen und die inhaltlichen Gegebenheiten in den seltensten Fällen beanstandet. Entscheidend für den Tod meiner Arbeiten sind die schwankenden Entscheidungen meiner Chefs (und davon gibt es bis zu drei Stück)!
Zu den Produktionsfaktoren zählen die klassischen Elemente wie Arbeit, Kapital und Boden (philosophisch gesehen auch noch das Wissen eines Menschen) und dany-sophisch gesehen müsste auch Motivation dazu gehören, denn:
Liebe Chefinnen und Chefs,
ein Mitarbeiter findet seine Motivation nicht in der Quantität, sondern in der Qualität seiner Erzeugnisse und es ist in den wenigsten Fällen förderlich ihre Arbeiten zwar zu bemerken, sie dann aber wieder auf Eis zu legen und sich eine neue Marschrichtung zu suchen. Sicher, Flexibilität ist das Mantra eines jeden Vorgesetzten, aber hin und wieder, wirklich nicht immer, wäre eine Würdigung des Arbeitsganges wirklich sehr, sehr schön.
Photo im Original von onnufry (flickr)
Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:


















Was meinst Du?