Homo vielschlaf sapiens
Manchmal kann man ja irre im Leben werden. Entweder weil man immer noch gedanklich mit irgendwelchen Diäten hadert, weil das gute Wetter einfach nicht einsetzen möchte, die Heizung nicht warm werden will und die Tastatur aus diesem Grunde von 10 Eiszapfen bearbeitet wird oder einfach weil ich mich nicht entscheiden kann, was am Wochenende so unternommen werden kann.
Irre macht mich allerdings dieser Tage auch der Gedanke an die mir kommende von Samstag auf Sonntag entwendete Stunde Zeit (ist dieser Satz überhaupt grammatikalisch tragbar? – Egal!.)
Ich gehöre ja zu der Spezies “homo vielschlaf sapiens”. Markantes Merkmal dieser menschlichen Gattung ist die horizontale Schlafstellung mit angezogenen Beinen, verkreuzten Armen und Beinen und offener Mundstellung. Ebenfalls Probleme bereitet frühes Aufstehen insbesondere in dunklen Wetterverhältnissen. Aus diesem Grund rufe ich öfters ein Hurra und Heureka auf die gleitende Arbeitszeit aus! Jedenfalls bekommen meine werten Kollegen mich im Winter selten vor 8.30 Uhr auf der Arbeit zu sehen. Die letzten Tage war dies durchschnittlich anders. Der helle Tag begrüßte mich sodann meine Äuglein ihre Lider lupften und ließ mich freudig aus dem Bette schweben. Das wohltemperierte Badezimmer leistete seinen braven Dienst und munterte mich zusätzlich auf. So schaffte ich es durchaus um 7.45 Uhr auf die Arbeit.
Nun aber folgt der Alptraum eines jeden “homo vielschlaf sapiens”: die rückläufige Zeitumstellung.
Morgens ist es hinter dem Schlafzimmerfenster wieder dunkel, die fehlende Stunde wird noch Wochen später eine Katerstimmung am frühen Morgen versprühen, die Arbeitszeitkarte wird stark belastet, ebenso das deprimierte und unter Schlafmangel leidende Gemüt.
(Der Gewerkschaftsverband notleidender homo vielschlaf sapiens hat anlässlich der jährlich wiederkehrenden Misere bereits tausende Unterschriften beim neuen Bundeszeitminister a.k.a. Mister Man of the Times Square eingereicht. Bisher ohne Erfolg.)
Ehrlich gesagt könnte man das Uhren umstellen wirklich mal bleiben lassen!
Photo im Original von Kelvyn Ornette Sol Marte (flickr)
Keine verwandten Artikel vorhanden.






















Was meinst Du?