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Der erste Eindruck #3

14. Juli 2009 # 233 views # 5 Kommentare

Die folgenden Alben sind eine willkürliche Auswahl der in der letzten Woche (06. – 11. Juli 2009) erschienenen Platten. Ich habe bei der Bewertung lediglich auf meinen ersten Eindruck nach dem ersten (!) Hördurchgang abgestellt, weswegen diese Einschätzung nicht unbedingt in der Zukunft Bestand haben muss. Ich habe die Interpreten und ihren Werdegang vor der Bewertung nicht gegooglet oder mich sonst weitergehend über sie informiert. Alles was an Information enthalten ist, wusste ich entweder oder habe es im Vorfeld bereits in anderen Artikeln gelesen. Alles Geschriebene entspricht meiner subjektiven Einschätzung und dem kann entweder zugestimmt oder widersprochen werden. (Die weiterführenden Links zu den einzelnen Interpreten wurden von mir erst nach Fertigstellung des Artikels hinzugefügt)

Diese Woche ein bisschen später, da ich mich am Wochende – partiell – auf dem 80. Geburtstag meiner Oma befunden habe.

Billy Talent – III

Ich könnte jetzt viel schreiben, aber ich denke eigentlich es geht auch kurz und knackig: Bei Billy Talent weiß man was man zu erwarten hat und wird bei dieser Erwartungshaltung auch nicht ertäuscht. Es sei denn man erwartet die Neuerfindung des Rades. Für mich hört sich Billy Talent eigentlich immer gleich an. Das kann aber – wie bereits dargestellt – durchaus positiv sein. Nur: bei der Bezeichnung der Alben, da würde ich mir für das nächste Album ein bisschen mehr Kreativität wünschen. “IV” wäre zu vorhersehbar.

The Dead Weather – Horehound

Der Bandname lässt ja bereits darauf schließen, dass es sich hier nicht um Musik zu einem Teekränzchen handeln kann. Dementsprechend kommt der düstere Mix aus Rock und kauziger Stimme der Sängerin ins Bewusstsein. Sehr aggressiv, turbulent und rotzig. Meine Musik ist das bekanntlich nicht, aber wer Aggressionsbewältigung betreiben will oder sich bei dieser Art von Musik entspannen kann, wird hier fündig. Mich erinnert die Musik teilweise sehr an den Stil der 70er Rockbands wie Led Zeppelin oder Deep Purple.

Dennis Lisk – Suchen und Finden

Endlich mal was Deutsches beim “ersten Eindruck”. Dennis Lisk erkenn ich auf dem Albumcover – wenn meine Augen sich nicht täuschen – als Denyo (ehemaliger Bandkollege von Jan Delay bei den Absoluten Beginnern später dann nur noch “Beginner”). Die Wandlung seiner Musik vom deutschen HipHop zum Easy-Listening-Singer/Songwriter erinnert dabei an seinen Kumpel Jan Delay und die Entwicklung von Clueso (der ebenso wie Dennis bei Four Music unter Vertrag ist). So überrascht es auch nicht, dass es eine Kollaboration mit den Beiden gibt (Einfach mal sehn). Die Musik ist eingängig und perfekt zum chillen. Qualitativ siedle ich ihn nicht so hoch wie Clueso an, aber ich finde, da ist Potential vorhanden, dass noch ein bisschen verfeinert werden kann. Aber: Clueso ist auch nicht vom Himmel gefallen und benötigte zwei bis drei Alben bis er im Heute angekommen ist.

Florance & The Machine – Lungs

Der sich offensichtlich aufdrängende britisch, charmante Akzent der Sängerin verschafft schon mal einen Hörbonus für den Rest der Platte. Vom Stil erinnert mich Florance & The Machine an Kate Nash und A fine frenzy, stimmlich sehr an Amy MacDonald. Dabei erschafft sie schönen, einfachen und gängigen Pop, der Spaß macht. Hinzu kommen tolle Songtitel wie “Kiss with a fist”. Dabei geht es krotesk und diabolisch um ein bisschen Gewalt in der Beziehung (wer es braucht!). Das Album gefällt mir nach dem ersten Hörgang sehr gut und wird auf jeden Fall noch ein paar Mal in Rotation laufen.

An dieser Stelle entschuldige ich mich, dass die Alben nur sehr vereinzelt angehört werden konnten, aber mir fehlte schlichtweg die Zeit.

Beitragsfoto im Original von krazydad/jbum (flickr); die Rechte der Albencover liegen bei wem auch immer – jedenfalls nicht bei mir!

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5 Kommentare »

  • beetFreeQ meinte:

    Ich bin ja ein großer Fan von den White Stripes und den Kills, weshalb ich das Album vom Nebenprojekt beider Leadsänger mit Spannung erwartet hab. Nach den ersten beiden Hördurchläufen bin ich auch schon völlig von “Horehound” begeistert. Aber klar, man muss schon ein Faible für rohen, lauten Rock haben.

  • juliaL49 meinte:

    Na die Lungen werde ich mir definitiv mal antun und Horehound höre ich gerade bei luisterpaal. Ist etwas härter, aber wenn man in der Stimmung ist, durchaus angenehm.

  • beetFreeQ meinte:

    @Julia: Horehound ist übrigens auch schon seit ein paar Tagen bei Spotify verfügbar!

  • juliaL49 meinte:

    Danke, beety, ich wollte Spotify nicht nochmal hier erwähnen, da Dany sicherlich schon ganz grün vor Neid ist :)

  • Dany (admin) meinte:

    @Julia: Ja, das könnte passieren. Ich habe momentan tatsächlich Ähnlichkeit mit Hulk! ;.)

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