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Blogparade: Das perfekte Mixtape…

26. Juli 2009 # 251 views # 4 Kommentare

mixtape_smallDer geschätzte Beetfreeq hat bereits vor einigen Tagen und Wochen zu der Teilnahme an der Blogparade “Das perfekte Mixtape” aufgerufen und ich bin erst dieses Wochenende dazu gekommen mir über die Musikauswahl Gedanken zu machen.
Eigentlich sind die 60 Minuten der guten alten Audiokassette viel zu wenig, weswegen ich mich dazu entschied auf die gute alte Audiokassette mit 90 Minuten Spielzeit auszuweichen. Eigentlich ist das auch noch zu wenig. Aber hier geht es ja “back to the roots”. Die “A-Side” ist 50 Sekunden länger als angegeben, aber die Erfahrung der frühen Jahre hat gezeigt, dass ein bisschen Zittern bei der Recorderaufnahme oftmals noch ein paar Sekunden über 45 Minuten herausgeschlagen hat.
Thematisch habe ich mich nicht festgelegt, wobei ich eigentlich erst soetwas wie “Das manisch-depressive Mixtape” im Kopf hatte, aber das hat mich selbst verstört. Deswegen habe ich einfach eine Auswahl meiner Lieblingslieder von heute, gestern und vor ewigen Zeiten zusammengestellt. Also los geht’s:

Das perfekte Mixtape “A-Side” (Spielzeit 45:50 Minuten)

Bon Iver – Re:stacks

Bon Iver ist neben Greg Laswell die eine, meine liebste Musikentdeckung der letzten 365 Tage, wenn nicht sogar die Entdeckung meines Lebens. Aus diesem Grunde darf er hier nicht fehlen und fungiert als Opener des Mixtapes. Am liebsten hätte ich natürlich alle Lieder von Bon Iver auf das Mixtape gepackt, war mir aber nicht sicher, ob das nicht zu eintönig gewesen wäre…

Greg Laswell – Comes and goes (in waves)
Greg Laswell – ich erwähnte es gerade – gehört für mich in jede Musiksammlung und da diskutiere ich gar nicht. Meine Mama hatte auch keine Wahl. Der ipod shuffle wurde einfach damit bestückt und ich habe sie bekehrt. Harhar.

Robert Downey Jr. – The Futurist
Ich bin ja der Meinung Robert Downey Jr. sollte mit dem Schauspielern aufhören und lieber mit seiner berührenden, melancholischen Stimme 10.000 Alben besingen.

K.D. Lang – Hallelujah
Gibt es ein traurigeres Lied als dieses? Mir fällt auf Anhieb keines ein. Wenn ich mich leer, antriebslos und depressiv fühle, ist dieses Lied die perfekte Untermalung um die Stimmung aufzugreifen. Und wenn das religös verwendetet Wort jemals respektvoll in meinem Mund kam, dann nur beim Mitsingen (natürlich nur mit tränenerstickter, weinerlicher Stimme).

Eva Cassidy – Fields of gold
Gibt es jemanden Lieder besser neu interpretieren kann? Die Mehrheit der Menschheit behauptet ja, dass ein Cover fast nie besser als das Original ist. Ich behaupte, dass jedes bereits existierende Lied, dass Eva Cassidy eingesungen hat, besser als seine Vorgänger ist. Sting ist geil, Eva ist – ähm entschuldigt die Wortwahl – geiler.
Da kann Cindy Lauper mit ihrem “Time after Time” oder “True Colors” doch echt einpacken. Und wer war nochmal John Lennon?

Let’s go sailing – This rope is long
Okay, ich gebe es zu, ich habe Euch angelogen. Bon Iver und Greg Laswell sind doch nicht die einzigen, die wahren, die liebsten der letzten 365 Tage. Let’s go sailing muss in diesen exklusiven Kreis noch unbedingt aufgenommen werden. Sehr gefühlvolles, tolles Album, starke Lieder und eine tolle Stimme.

Kate Havnevik – Grace
Ich bin ja bekennender Grey’s Anatomy Junkie und DAS Lied des 2. Staffelfinales war bekannterweise Snow Patrols “Chasing cars”. Dabei ist einigen möglicherweise dieses kleine Schmuckstück entgangen, vielleicht war man aber auch nur zu sehr geschockt, dass Meredith und Derek den 300. Versuch ihres Liebesgeplänkels anleiherten und dabei die bezaubernde Addison und den Tierarzt betrogen.

James Morrison – The pieces don’t fit anymore
Ich glaube bei diesem Lied fing meine glühende Verehrung für James Morrison an. Diese Stimme – der Wahnsinn.

Fink – Sort of revolution
Dieses Lied läuft ständig in meinem Autoradio und auf meinem iPhone. Die unbändige Lässigkeit des Songs, die tiefe Stimme von Fink und der chillige Sound verleihen dem Lied in meinen Augen eine gewisse Magie.

I’m from Barcelona – Paper Planes
So – genug gepennt und gechillt. Hier kommt der Endpunkt der A-Seite. Etwas zum wach werden, zum strecken und zum glücklich sein. Ich liebe dieses Lied. Es ist mitreißend, beschwingend und so herrlich sinnlos. Papierflugzeuge, die Cosby-Show und eine Klarinette.

Das perfekte Mixtape “B-Side” (Spielzeit 44:55 Minuten)

Clueso – Chicago
Clueso gehört für mich zu den besten Nachwuchskünstlern die wir in den letzten Jahren so in Deutschland hatten. Dabei hat er die erstaunliche Wandlung vom Hip-Hopper zum Singer/Songwriter vollzogen und dies mit Bravour. Auch textlich ist Clueso stilsicher und nachdenklich. Chicago gehört für mich zu seinen besten Liedern.

Philipp Poisel – Mit jedem Deiner Fehler
Philipp Poisel schafft es mit seinen Texten die Dinge auf den Punkt zu bringen und ganz nebenbei die schönsten Liebeserklärungen zu machen.

Gisbert zu Knyphausen – Neues Jahr
Mittlerweile würde ich mich wiederholen, wenn ich immer wieder schriebe, für wie talentiert ich Gisbert zu Knyphausen halte und wie toll seine Texte sind und wie super seine Stimme. “Neues Jahr” hat ein wahnsinniges, fulminantes Ende. Punkt!

Herbert Grönemeyer – Der Weg
Die schönste musikalische Liebeserklärung überhaupt. Sehr bewegend und emotional.
Mit der Musik von Herbert Grönemeyer bin ich aufgewachsen und wurde von ihm durch meine Kindheit und Jugend begleitet. Und als ich mich endlich vom Musikgeschmack meiner Eltern löste, stellte ich fest, dass ich ihn auch so gut finde.

Ina Müller – Wegen einer Älteren
Ina Müller sprüht vor Witz. Nicht nur in ihrem Bühnenprogramm oder Ihrer eigenen Talksendung auf dem NDR “Inas Norden”, sondern auch auf ihren musikalischen Werken. Dabei greift sie alltägliche Situationen auf und stellt sie manchmal überspitzt, aber immer realitätsnah dar. Bei vielen Liedern muss man einfach schmunzeln. So wie bei diesem. Urkomisch!

PeterLicht – Räume räumen
Einfach nur föhn!

Die fantastischen Vier – Millionen Legionen unplugged
Achja, nicht alles was die Fanta 4 in den letzten Jahrzenten so hervorgebracht haben fand ich gut. Manches war allerdings sehr witzig, manches gefiel mir sehr, manches eben nicht. Die Unplugged-Version von Millionen Legionen wiederrum ist superhypermegadupergalaktisch cool. Jupp!

Klee – Zwei Herzen
Klee haben eine fantastische Sängerin mit einer tollen Stimme, gute Liedtexte und feine Melodien. Manchmal hören sie sich fast einen touch zu schlagermäßig an, trotzdem driften sie nie zu stark ab. Ich mag die Texte und Arrangements der Lieder. Klee gehören – eigentlich egal mit welchem Lied – auf mein perfektes Mixtape!

Blumfeld – Graue Wolken
Ich konnte mich kaum entscheiden, ob ich für dieses Mixtape “Graue Wolken” oder “Tausend Tränen tief” wählen sollte. Schlussendlich habe ich eine Münze entscheiden lassen. Die beiden Lieder haben mich in den schweren Zeiten des frühen Erwachsenseins begleitet und so manche depressive Stimmung mitgetragen.

Ulla Meinecke – Nie wieder
Dieses Lied durfte auf keinen (!) Fall fehlen. Es war eins der ersten Lieder das ich im frühen Kindheitstagen auswendig kannte, dass nicht in einem der infantilen Liederbücher stand und nicht Yellow Submarine hieß (das war nämlich das erste englischsprachige Lied, dass ich auswendig konnte).

Das perfekte Mixtape “Hidden Track” (Spielzeit 4:25 Minuten)

Hat wirklich jemand geglaubt ich würde Freddie Mercury vergessen? Never!

Foto im Original von torkristensen (flickr)

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4 Kommentare »

  • juliaL49 meinte:

    Ah, mir gefällt natürlich die A-Seite wesentlich besser als B, aber das muss ja nichts heißen :)
    Bei Robert stimme ich dir zu, aber bei John (natürlich) gerade nicht. Und bei Hallelujah solltest du nochmal nachlesen, ob das tatsächlich ein trauriger Song ist und nicht etwa genau das Gegenteil davon….

  • Dany (admin) meinte:

    Ja, ich weiß das Hallelujah eigentlich kein trauriger Song ist – zumindest textlich. Aber von der Melodie her finde ich den schon traurig. Und dann die vielen religiösen Elemente. Da sind meine Eindrücke ambivalent.

    Ich dachte mir schon, dass Dir die B-Seite nicht so gut gefällt.

  • wajakla meinte:

    Bitte, bitte, nie aufhören zu bloggen, ich würde verzweifelt im Zwischennetz herumsuchen müssen, um etwas vergleichbares wiederzufinden. Und wer weiß, wie lange das dauern würde…

    Die erste Seite – allein das geht einem im CD-/MP3-Play-Zeitalter ja schon schwer über die Lippen, respektive die Tasten – ist mir zwar so rein stimmungstechnisch etwas sehr “fühlig”, aber halt trotzdem sehr, sehr schön.

    B-Seite kann ich in vielem bei der Auswahl der Interpreten nur wild zustimmend nicken, würde zwar bei einigen ein anderes Lied wählen, aber das sind Nuancen.

    Alles in Allem: Glückwunsch, Sie haben das Ziel erreicht, Sie haben eine Moglichkeit des perfekten Mixtapes erstellt.

  • STICKY: Blogparade: das perfekte Mixtape – freeQnet meinte:

    [...] Blogparade: Das perfekte Mixtape von Dany [...]

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