Beetys Hörsturz – Runde 2
Auf geht es in die zweite Runde des BeetFreeQ’schen Hörsturzes. Wieder geht es darum innerhalb von zwei Wochen eine Bewertung für fünf verschiedene, vorgegebene Titel abzugeben. Wichtig ist dabei die Bewertung mit einer Punktzahl zu beenden, um hinterher die Auswertung zu vereinfachen. Die genauen Regeln gibt es beim freeqnet.
Bei der Interpretenauswahl dieser Runde bin ich sehr gespannt.
Bei Julia habe ich gesehen, dass beam eine – wie ich finde – sehr geeignete Punkteskala aufgestellt hat, die ich an dieser Stelle auch gern verwende:
0 = unerträglich
0,5 = abschreckend
1 = Müll
1,5 = schlecht
2 = lässt mich kalt
2,5 = Durchschnitt
3 = naja, so lala
3,5 = ok
4 = mag ich
4,5 = super
5 = perfekt
Abandon – Providence (vorgeschlagen von symBadisch – kostenloser Download)
Finde ich – nach gefühlten fünf Mal hören – mittlerweile sehr eingängig. Der Sänger hat eine angenehme Stimme. Trotzdem finde ich das Lied ein bisschen zu gewöhnlich und den Stil findet man bei vielen Bands dieses Genres ohne großen Aufwand. Pluspunkte gibt es dafür, dass mir die Gitarren aber keine Nackenhaare aufstellen und mich nicht hektisch werden lassen. Deswegen eine gutgemeinte durchschnittliche Bewertung.
Punkte: 2,5 von 5
DJ Food feat. Ken Nordine – The Ageing Young Rebel (vorgeschlagen von beetFreeQ)
Ist die Sprecherstimme nicht die gleiche wie bei einem der Michael Jackson Songs? Egal. Ich kann weder mit der Art der Musik – viel zu jazzig – noch mit den Sprechelementen etwas anfangen. Für mich klingt das eher (zumindest wenn nicht gesprochen wird) wie die Untermalung eines Stummfilms. Dafür war das Video erfrischend anders.
Punkte: 1 von 5
Letzte Instanz – Monument der Stille (vorgeschlagen von Konna)
Oha. Deutsche Musik. Das freut mich ja. Allerdings muss ich sagen, dass ich diese mittelalterlich anmutende Musik nicht besonders mag. Den Liedtext finde ich viel zu pathetisch und die wenig grollende, sondern fast harmlos wirkende Stimme des Sängers passt in diesem Kontext nicht besonders. Das ist allerdings reine Geschmackssache. Hinten raus, wenn auch die choralen Backgroundstimmen erklingen und das Lied ein bisschen mehr Tiefe bekommt, finde ich es eigentlich sehr gut. Deswegen bin ich hier hin und her gerissen. Aber allein weil es deutschsprachig ist, gibt es einenen dicken Pluspunkt.
Punkte: 3 von 5
Gotye – Hearts of mess (vorgeschlagen von beam)
Sehr ruhiger Song, der durch die ruhige Stimme über weite Längen sehr gut getragen wird. An manchen Stellen, wenn der Sänger sehr hoch singt, wünschte ich mir, er hätte es gelassen. Die instrumentale Unterlegung ist sehr minimalistisch – wahrscheinlich um den Gesang mehr zur Geltung zu bringen. Ich würde und werde mir den Song und wohl auch die Band nochmal genau ansehen.
Punkte: 4 von 5
We are wolves – Psychic Kids (vorgeschlagen von kamil)
Hören Menschen wirklich solche Musik? Offensichtlich. Um es kurz und prägnant auszudrücken: Grauenvoll! Viel zu aggressiv, viel zu verzerrt. Kein Gesang, sondern Geschrei. Sorry, kamil! Ich möchte nicht ätzend wirken, Musik ist wirklich Geschmackssache, aber diese Art von Musik, ja bei welcher Gelegenheit kann man die hören? Beim Abschalten? – Nein. Beim Entspannen? – Nein. Beim Abmetzeln von Leuten? – Definitiv! Andererseits ist der Titel konsequent zur Musik gewählt und wenn ich mir vorstelle, dass eine Psychose durch Musik ausgedrückt werden sollte, würde ich eine glatte 10 geben, da man es wahrscheinlich nicht besser machen kann. Ich entschuldige mich schon mal für die Bewertung im Voraus! – Vielen Dank!
Punkte: 0,5 von 5
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Oh, einige interessante Wertungen dabei :) Vielleicht sollte beety die Punktebedeutungen übernehmen?! Wir sind ja jetzt schon zu dritt!
Ich finde die Skala wirklich sehr gut. Ich kann so besser die Punkte ausdrücken. Meine durchschnittliche Bewertung von 2,2 Punkten ist dabei ebenfalls treffend formuliert –> lässt mich völlig kalt. ;-)
Komisch, dabei spiele ich noch nicht einmal Ballerspiele und habe sogar den Wehrdienst verweigert. Es gibt aber durchaus noch andere Situationen, bei denen ein erhöhter Adrenalinspiegel von Vorteil ist und für diese ist der Song ideal.
Ich sehe aber schon: die Wahl des Songs war nicht optimal. Psyhic Kids ist eher ein Außreiser des sonstigen Repertoires der We are Wolves.
@kamil: Kontroverse Songs, ziehen wohl auch kontroverse Meinungen nach sich. Ich finde es allerdings erfrischen auch Lieder im Hörsturz zu haben, die nicht allen gefallen. Es wäre doch langweilig, wenn man immer nur positives schreiben würde. Vielleicht kommt irgendwann mal ein Song von mir, dann kannst Du Dich revanchieren. ;-)
@Julia: Naja, wie man die einzelnen Abstufungen betitelt, überlasse ich jedem selbst, aber so wie formuliert ist, entsprichts ja schon in etwa dem, wie es jeder machen würde, oder?
@Dany: Also ich kenne genügend Gelegenheiten, wo man gut We Are Wolves hören kann. Im Auto funktioniert so eine Musik wunderbar – oder auf Partys. Und bei mir dient sowas auch dem Aggressionsabbau. Sowas ist oft gerade nach einem stressigen Arbeitstag auf dem Weg nach Hause die richtige Musik, um runterzukommen. Geht mir zumndest so ;)
@beetFreeQ: Echt? Nun ich benötige da eher andere Musik. Aber: jeder Jeck is anders – wie man im Rheinland sagt. Und ich bin der Meinung, dass es auch gut ist. Wie bereits an kamil geschrieben: sind doch gerade die Lieder, die nicht bei jedem ankommen, die Lieder, die den Hörsturz erst richtig interessant machen.
Da haste recht! Bin auch schon ganz gespannt, welche Songs mein Zufallsgenerator morgen für die nächste Runde zieht. Die meisten der vorgeschlagenen kenne ich nämlich noch rein gar nicht.
Bei DJ Food, We Are Wolves und Gotye sind wir wohl ziemlich einer Meinung. Und auch bei den anderen beiden Songs liegen wir nicht so weit auseinander.
Wundert mich allerdings nicht, wenn Du einen ähnlichen Musikgeschmack wie Julia hast. ;-)
Ich benutze die Skala mittlerweile übrigens auch. Ich finde das doch ziemlich praktisch, vor allem für die “Feinjustierung” der Bewertung – die grobe Richtung ist ja vorher eigentlich schon klar.
@symBadisch: Julias und mein Musikgeschmack ist eigentlich gar nicht soooo ähnlich. Es gibt ein paar Überschneidungen, aber in vielem klaffen wir eher auseinander. Julia mag ja eher britische Musik wie Glasvegas, Kaiser Chiefs, The Zutons, etc. Ich bin eher der deutschen (und vorallem deutschsprachigen) und amerikanischen Singer/Songwriter-Musik zu getan. ;-)
Feinjustierung – guter Vergleich. Stimmt. Ich hatte vorher eine grobe Richtung und habe dann immer abgewägt welche Punkte ich gebe. Mit der Skala von Beam fällt es mir leichter mich für eine Punktzahl festzulegen, weil sie an ein bestimmtes Schlagwort gekoppelt ist.
Genau so hatte ich das gemeint mit der Skala.
Ah, ok. Also nicht ganz deckungsgleich mit Julia. ;-)
Ich habe zwar eine große musikalische Übereinstimmung mit Julia, höre aber eigentlich eher amerikanische Bands als britische … ;-)
Gotye ist eigentlich ein Einzelkünstler, soweit ich weiß. Aber ich freu mich, dass Dir seine Musik gefällt. Man findet bei Youtube noch einige andere nette Songs von ihm. Wie ich schon by symBadisch erwähnt habe, gefällt mir von den anderen besonders “Thanks for your time”. Das passende Video findet sich irgendwo im Web – Youtube oder so.
@beam: ich werde mal bei Spotify oder Napster nachschauen. Also vielen Dank für den Tipp!
Oh, 3 von 5, das kann man ja schon als gut verbuchen, wenn man so die Bewertungen der anderen Teilnehmer anschaut. :D
@Konna: Verglichen mit dem letzten Teilnehmerlied klingt ALLES wie Musik! ;-)
[...] Sureal – No Comment (vorgeschlagen von Robert) Ich hatte es bereits in der zweiten Runde zu beetys Hörsturz bei “We are wolves” gefragt: Hört wirklich jemand solche Musik? Kaum zu glauben und [...]
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