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Blog-Parade: Drei Alben des Jahrzehnts

13. Dezember 2009 # 1,770 views # 5 Kommentare

Nun, Sascha von endgültig stellt die Frage der Fragen, deren Antwort wir bis zum Jahresende wahrscheinlich überall und allgegenwärtig lesen können und werden. Ein Jahrzehnt neigt sich dem Ende zu. Wir verlassen die “Nuller” und begehen nun die “Zehner”. Dass beides scheiße klingt, merkt sicher jeder.

10 Jahre, grandios viele Alben, viele davon ebenfalls grandios, viele aber auch gut gemeint und schlecht geraten. Trotzdem ist es schwer nur drei Alben auszuwählen. Die Schwierigkeit besteht doch darin, eine Auswahl zu treffen, die man in zwei bis drei Jahren noch ohne Scham wiederholen mag. Dabei bleiben aber gleichzeitig auch unfassbar viele Alben auf der Strecke. Zum Beispiel alles von Sigur Rós, Herbert Grönemeyer “Mensch”, Robert Downey Jr. “The Futurist”, Paolo Nutini “These Streets”, Let’s go sailing “The Chaos in order”, Robbie Williams “Sing when you are winning”, The XX “The XX”, Clueso “So sehr dabei”, MGMT “Oracular Spectacular”, Coldplay “A rush of blood to the head” oder “X & Y”, N.E.R.D. “Fly or die”, etc.

Die drei Alben, die ich ausgesucht habe, stammen alle aus den letzten vier Jahren dieser Dekade. Wie aus meiner oberen Aufzählung erkennbar, gibt es auch bewunderte Alben aus der vorherigen Zeit, aber keine, bei denen ich sagen kann, sie sind DIE drei Alben meines ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts.

Snow Patrol – Eyes Open (2006)

Ich gebe es zu. Ich gehöre zu den Menschen, die erst seit dem 2. Staffelfinale von Grey’s Anatomy von Snow Patrol hörten. Aber nach meiner wahnsinnigen Begeisterung für “Chasing cars” kaufte ich mich sofort “Eyes Open”. Darauf finden sich echte Songperlen wie “Make this go on forever”, welches mit großem Abstand die Singlecharts meines last.fm Profils anführt oder auch “Set the fire to the third bar” im Duett mir Martha Wainwright. Einziger Wehrmutstropfen dieser Band ist das diesjährig erschienene “A hundred million suns”, dass zwar namentlich Glanz verspricht, dies aber im Endprodukt nicht halten kann. Sehr enttäuschend und sehr alltäglich meldeten die Jungs sich zurück. Zuviel Druck? Zu wenig Ideen? – Egal. Eyes Open gehört für mich zu den absoluten Favoriten der 2000er – mag da kommen was noch will.

James Morrison – Undiscovered (2006)

Herzerfrischend und innovativ kam der Newcomer James Morrison mit “Undiscovered” in die Musikwelt. Dieser Soul, diese Stimme, dieses Songwirting. Immer wieder kann ich das Album hören ohne in Langeweile zu verfallen. Ich gebe zu, vom Nachfolger “Songs for you, Truths for me” war ich nicht mehr ganz so begeistert, aber eben doch immer noch begeistert. Schade, dass ausgerechnet der schwächste Song des Album in Kooperation mit Nelly Furtado, zum größten Hit wurde. Auf “Undiscovered” empfehle ich vorallem “The pieces don’t fit anymore”.

Bon Iver – For Emma, forever ago (2008)

Dass Bon Iver in dieser Liste auftauchen würde, war von Anfang an unstrittig. Ich habe es bereits an einigen Stellen erwähnt, dass ich anfangs den Hype um die Band nicht nachvollziehen konnte, kommt mir Skinny Love auch heute noch am wenigstens eingängig vor. Trotzdem habe ich das Album immer und immer wieder gehört und irgendwann konnte ich gar nicht mehr aufhören. Der extreme Minimalismus, die Melancholie getragen von einer Akustikgitarre und einer weinerlichen Stimme bringt Songperlen wie “Blindsided” und “re:stacks” zum Vorschein, die meiner Meinung nach in jede Bestenliste gehören. Dieses Album besitzt einen ganz hohen Stellenwert in meiner Musiksammlung. Yeah!

- Wer ebenfalls an Saschas Blogparade teilnehmen möchte, kann dies noch bis einschließlich 20. Dezember 2009 tun.

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5 Kommentare »

  • juliaL49 meinte:

    Ha, James Morrison hab ich die Woche auch noch mal gehört (die CD wohlgemerkt!).

    Mit Bon Iver konnte ich mich nie anfreunden, weil der mir wirklich zu weinerlich ist (und außerdem könnte ich es nicht verkraften, dass ich parallel auf einem anderen Konzert im selben Gebäude war und mir das entgehen lassen habe).

    Und ja, Eyes Open ist ein wunderbares Album, wobei ich You’re All I Have und Headlight on Dark Roads am besten finde.

  • Dany (admin) meinte:

    Uh, gerade letzteres Argument zu Bon Iver ist ein legitimer Grund. :cool

  • symBadisch meinte:

    “Eyes Open” ist wirklich ein starkes Album, welches es nun auch in meine Top 3 geschafft hat. “Make This Go On Forever” ist auch mit Abstand mein Lieblingssong des Albums, aber “Run” mag ich insgesamt noch lieber. Deine Enttäuschung über das letzte Album teile ich leider auch.

    Coldplay mag ich eigentlich auch sehr, aber sowohl “A Rush Of Blood” als auch “X&Y” finde ich als Album jeweils nicht stark genug, obwohl natürlich jeweils ausgezeichnete einzelne Songs darauf zu finden sind.

    Bon Iver kenne ich bislang eigentlich noch gar nicht, muss ich mir mal anhören. Da ich ja generell eine gewisse Neigung zu melancholischer Musik habe und mich auch weinerliche Stimmen nicht abschrecken, könnte das was werden …

  • Dany (admin) meinte:

    @symBadisch: So weinerlich ist die Stimme nicht. Ich würde sie eher als emotional geladen bezeichnen. Dies aber nur von einem bescheidenen Fan. :-)

    Deine Einschätzung zu Coldplay teile ich eigentlich, weswegen sie es – trotz längerem Abwägen – nicht in die TOP3 geschafft haben.

    Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich Sigur Rós außen vor gelassen habe.

    So – und nun schaue ich mal, welche drei Alben es bei Dir geschafft haben…

  • Endgueltig » Die besten Alben des Jahrzehnts meinte:

    [...] gute Dany erwählt folgende [...]

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