Ausschweifende Gedanken zu 140 Zeichen
Ich spreche häufig mit mir selber. Hemmunglos und ohne Häme. Ich tue das gern. Vermutlich ist dieser Umstand meiner Kindheit ohne Geschwister geschuldet. – Ich sinnierte gerade mit meinem Alter Ego über Schuld und Vorurteile. Dabei ging es darum, dass Menschen, die durch allerlei Indizien und einer spezifischen Vergangenheit perfekt als schuldig gelten können, nicht auch zwangsläufig schuldig sein müssen. Vorangegangen war eine Folge CSI:NY oder Boston Legal. So genau wissen wir es nicht mehr. In dieser Folge gab es einen Verdächtigen, dessen Schuld förmlich auf sein Gesicht tätowiert schien und weil die Kollegen aus der fraglichen Sendung gerne Feierabend machen wollten, war der naheliegende Verdächtige gleichwohl der Täter. Während ich und mein Alter Ego also diskutieren und das Für und Wider über menschliche Bequemlichkeit und Vorverurteilung abwägten, sagte ich:
Mein Alter Ego konterte mit einem berechtigten Einwurf: Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er es war, ist verhältnismäßig hoch. Nun gut, da konnte ich nicht viel entgegen setzen. Das Ende vom Lied war, dass es selbstredend ein anderer Täter war.
Und die Moral von der Geschicht: Alter Ego haben auch nicht immer Recht!
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Aber sid wir doch mal ehrlich,...







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