Wunschhören! – Them Crooked Vultures
Them Crooked Vultures ist ein Musikgigant, der sich durch die Musikblogs gekämpft hat, an mir aber aufgrund der sonstigen Fülle an Hörmaterial abgeprallt ist. Ich habe mir immer gesagt, dass wir sicher irgendwann mal einen Weg zueinander finden werden. Und so ist es auch gekommen.
Heute – gute zwei Monate nach der Veröffentlichung – wurde mir das Album als Wunschhören!-Kandidat von Andreas genannt.
Interpret: Them Crooked Vultures
Album: Them Crooked Vultures
Veröffentlichung: 2009
Label: RCA Records Lab
Wunschkind: Andreas
Blog und Twitter: cimddwc @cimddwc
Seit ungefähr vier Monaten lese ich einschlägige Musikmagazine und habe gelernt, dass eine Kollaboration von Musikern sehr erfolgreicher Hauptbands in einem Semi-Projekt „Supergroup“ genannt wird. Dieser Ausdruck würde meinem Verständnis nach auch eine gewisse Genialität erfordern, die nicht unmittelbar durch seine Mitglieder manifestiert werden kann. Spiderman heißt ja auch nicht Spiderman nur weil er von einer genetisch-mutierten Spinne gebissen wurde, sondern weil er Spitzenkräfte in sich vereint.
Diese Band vereint also nun Dave Grohl (Foo Fighters), Josh Homme (Queens of the Stone Age) und John Paul Jones (Led Zeppelin). Dave Grohl hätte gar keiner “Supergroup” beitreten brauchen, denn er hat ja in der Mutter aller “Supergroups” – der “Supergroup” aller “Supergroups” mitgemischt: Nirvana. (Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Wort “Supergroup” nun oft genug genannt habe, um mein neugewonnenes Fachwissen auch selbstgerecht darzustellen? Ich sag es einfach noch einmal: “Supergroup”!)
Diese Besetzung lässt nicht allzu viel Spielraum für Überraschungen, da sie bereits durch die Vita und Wurzeln der einzelnen Bandmitglieder logischerweise nur im Hardrock-Bereich angesiedelt sein können.
Die ersten Töne bestätigen diese Einschätzung.
Abgesehen vom vielen Gitarrenschrammeln und dem Stakkato-Schlagzeug finden sich viele kleine Details und Spielereien auf dem Album, die erstaunen, amüsieren und doch irgendwie überraschen. Da ertönt am Ende des zweiten Songs “Mind Eraser, no chaser” doch tatsächlich Volksmusikgedudel oder singt der Sänger im Titel “Scumbag Blues” im Falsett, was widerrum einen guten Kontrast zum ansonsten eher wilden Arrangement des Songs bildet.
Damit bin ich allerdings schon am Ende der positiven Resonanz angekommen. Eine negative wird es nicht geben, da ich das Album stilistisch und handwerklich für dieses Musikgenre als absolut gelungen halte. Aber wie bereits bei Julias Vorschlag, kann ich mich selbst mit dieser Musik nicht anfreunden. Zu laut, zu durcheinander, zu wenig melodisch. Aber das ist mein subjektiver Eindruck. Für all diejenigen, die auf guten harten Rock, Nirvana und dunkle, rauhe Stimmen stehen, ist diese Album allemal eine Empfehlung wert.
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Ja, die Geier sind mitunter eher sperrig und kompliziert, wo man auch melodisch sein könnte. :) Gibt diesem Album eine zusätzliche Note, finde ich…
Ich finde das Album auch von Mal zu Mal hören besser. Vielleicht muss ich eine langfristige Entwicklung einplanen.
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