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	<title>Das DanyWeb &#187; Musik</title>
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		<title>Blogparade: Mein musikalischer Werdegang</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meinen ersten englisch-sprachigen Song, den ich ohne eigentliche Fremdsprachkenntnisse fehlerfrei mitsingen konnte war „<a href="http://www.vimeo.com/6068912" target="_blank">Yellow Submarine</a>“ von „The Beatles“.
Das rote und blaue Album der Bealtes wurde damit schnell zum Mekka meiner kindlichen Musikleidenschaft und lief in Dauerrotation auf dem heimischen...


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Meinen ersten englisch-sprachigen Song, den ich ohne eigentliche Fremdsprachkenntnisse fehlerfrei mitsingen konnte war „<a href="http://www.vimeo.com/6068912" target="_blank" class="livimeo">Yellow Submarine</a>“ von „The Beatles“.<br />
Das rote und blaue Album der Bealtes wurde damit schnell zum Mekka meiner kindlichen Musikleidenschaft und lief in Dauerrotation auf dem heimischen Plattenspieler. Ich befürchte diese Tatsache verleidete dem eigentlichen Besitzer der Platte – nämlich meinem Papa &#8211; auf Jahre hinaus den Hörgenuss dieser Platten.<br />
Zu meiner Grundschulzeit 1985-1989 war Musik, gelinde gesagt, überhaupt kein Thema auf den Schulhöfen, ebenso wenig wie die Tapezierung der Zimmerwände mit Fanpostern oder den damals sehr beliebten Bravo-Starschnitten.<br />
An einen ausgereiften Musikgeschmack war zu dieser Zeit also überhaupt nicht zu denken und manches Mal runzelte ich fragend und unwissend die Stirn über die Eintragungen meiner Schulkameraden in diese überflüssigen „Meine Schulfreunde“-Bücher: da wurden permanent zwei Lieder genannt. Zum einen „Eisgekühlter Bommerlunder“ und „Zu spät“. Beide Lieder sagten mir über Jahre nichts und deutschsprachige Musik war damals – auch wenn ich Null Ahnung hatte – ein absolutes No Go.</p>
<p>1987 stolperte ich zufällig im nachmittäglichen Fernsehprogramm bei Ronnys Popshow auf dem ZDF über ein Musikvideo mit den tanzenden Hot Dogs und dem komischen Froschmensch. Aufgrund dieser Visualisierung und der melodischen und vor allem gefallenden Akustik blieb mir eben genau dieser Song Jahre lang im Gedächtnis. Leider wusste ich weder wie der Song hieß, noch wer der Interpret war. Jahre später wurde es mir dank Internet, Google und den einprägsamen Liedfetzen „Alberquerque, Hot Dog und Frog“ möglich den Song ausfindig zu machen: <a href="http://www.vimeo.com/3244739" target="_blank" class="livimeo">Prefab Sprout’ „King of Rock n Roll“</a> hat seitdem eine Art Kultstatus in meiner Musiksammlung.</p>
<p>1990 gelang ich – ohne dass ich mich heute noch erinnere wie es dazu kam – in den Besitz des New Kids on the Block Werkes „Step by step“. Damit war die Eintrittskarte in meine Boygroupzeit gekauft und eingelöst. Zugegebenermaßen besitze ich heute noch alle Alben von den fünf Jungs aus den USA – außer dem letzten Album vor ihrer Auflösung und allem was nach der Reunion kam.<br />
Wie dem auch sei: Anfang der 1990er war diese Art von elektronisch versetztem Pop absolut angesagt und die BRAVO berichtete jede Woche und in jedem Heft von NKOTB und heizte dabei die naiven Mädchenträume an. Überhaupt war die BRAVO für die größten Verseuchungen des Musikmarktes verantwortlich und trägt dieses Stigma noch heute – gepaart mit VIVA und MTV – auf den Fahnen. Die BRAVO war auch für meine kurzzeitige Verirrung in den Gefilden von David Hasselhoff verantwortlich und suggerierte mir, dass er nicht nur ein großer Sänger, sondern auch noch ein talentierter Schauspieler sei. Während seine klassischen Songs von ihm ebenso wie bei vielen anderen Jugendlichen über die Lautsprecher des Kassettenrekorders übersteuerten, blieb mir aber vor allem ein ganz bestimmtes Lied bis heute unvergesslich. Obwohl es bei mir, wie auch bei meiner noch heute besten Freundin Silke das kalte Grauen auslöste, trug es doch zu unserer stetigen Erheiterung bei und dartf an dieser Stelle der Peinlichkeiten nicht fehlen: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vMSG5EbG7Ao" target="_blank" class="liyoutube">David Hasselhoffs verhunzter Versuch</a> einer Art Coverversion von Peter Maffays „Du“.</p>
<p>Mein Papa, der offensichtlich leicht irritiert über die Entwicklung meines musikalischen Geschmackes war – hatte ich doch anfänglich nur Musik von Santana, BAP, Udo Lindenberg, Supertramp, Beatles, The Who, etc. konsumiert – schenkte mir Anfang der 90er (kurz nach dem NKOTB Ausbruch) das Michael Jackson Album „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=_uJGSdaNcRE" target="_blank" class="liyoutube">Thriller</a>“. Sein Plan, fortan nie mehr die an Körperverletzung grenzenden Töne der Boygroup-Mentalität aus meinem Zimmer zu vernehmen, ging zwar nicht so schnell auf, verlief tendenziell aber bereits in die richtige Richtung.<br />
Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte sich dann aber doch so etwas wie eine Subkultur meines Musikgeschmackes, der den Wegbereiter für die kommenden Jahre ebnen sollte. Nach einigen peinlichen Ausflügen in die Welt des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aFd5Cci_pE4" target="_blank" class="liyoutube">Euro-Trashs</a> (die wohl zutreffendste Bezeichnung eines Musikgenres) erhellte das Christkind meine kleine Welt mit dem Geschenk der Geschenke: <a href="http://www.vimeo.com/6461368" target="_blank" class="livimeo">Nirvana-Nevermind</a>. Auch wenn es sich dabei eher um den damals aufkeimenden Seattle-Grunge handelte, möchte ich behaupten, dass damit meine endgültige Punk-Affinität eingeläutet wurde. Nachdem ich zwischenzeitlich aufgrund weniger zufrieden stellender Noten vom Gymnasium auf die Realschule wechselte und dadurch mit neuen Freunden belohnt wurde, erhielt ich den Zugang zu den Lieder meiner Vergangenheit: „Eisgekühlter Bommerlunder“ und „Zu spät“ fanden den Weg zu mir zurück und fortan waren „Die Ärzte“, „Die toten Hosen“ und „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RlRbUBneF60" target="_blank" class="liyoutube">WIZO</a>“ meine neuen Wegbegleiter. Obwohl dies auch heute noch Bands sind, die ich entweder noch höre oder deren Vergangenheit ich mich nicht schäme, gab es trotzdem zu dieser Zeit – wie bereits erwähnt – noch Verirrungen in Richtung Euro-Trash und das Boygroup-Milieu. Ich berichtete bereits in meinem Werdegang mit Robbie Williams, das der „Worlds Aparts“ Hit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eNydRAAAgrE" target="_blank" class="liyoutube">Je te donne</a> ein Evergreen einer jeden Party wurde. Auweia!<br />
Nach drei bis vier Jahren der Verehrung der deutschen Punk-Szene hatte ich den Wunsch nach weniger rebellischen und revolutionären Facetten der Musik, was mich um 1996 dann endlich zu <a href="http://www.youtube.com/watch?v=r8OipmKFDeM" target="_blank" class="liyoutube">Oasis</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rJizZr4HEBQ" target="_blank" class="liyoutube">Blur</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xRyaPO1tTSk" target="_blank" class="liyoutube">Pulp</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TZEt6APW2-M" target="_blank" class="liyoutube">R.E.M.</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bR8XH3R95xE" target="_blank" class="liyoutube">The Verve</a> spülte.<br />
Tja, und dann kam Robbie!<br />
Dann kam lange Zeit nichts.<br />
Und dann kam der Wunsch, endlich mal Alternativen zu den immer gleich klingenden Charts zu finden und mich der infantilen Herde von begeisterten Anhängern der Schnappi-Kultur zu entziehen, zu denen ich nie gehören wollte. Der Einstieg war nicht leicht, da das Gehör, der Kopf und das Empfinden bereits zu sehr auf den Einheits-Mainstream konditioniert war. Jahrelang gefolterte Ohren mussten sehr zaghaft an Indie, Folk und Alternative im Großen und Ganzen herangeführt werden. Mittlerweile bin ich sehr froh, dass mir das Internet die Möglichkeit eröffnet, mir ganz andere Musikwelten zu erschließen, als es die „normalen“ Medien zulassen: mehr Musik zu konsumieren, mir mehr Musik zugänglich zu machen und mich in Zeiten des Social Web Gedankens von anderen inspirieren zu lassen.<br />
Angefangen hatte dies mit der zufälligen Entdeckung von Robert Downey Jr’s leider bisher einzigem musikalischen Werk „The Futurist“. Weiter ging es mit meinem Einstieg in die Bloggosphäre im Jahre 2006 und der Entdeckung verschiedener Musikblogs. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ePatJIwB-sI" target="_blank" class="liyoutube">Bon Iver</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DejH3qnhQrA" target="_blank" class="liyoutube">Greg Laswell</a> waren die ersten beiden großen Entdeckungen und ihnen folgten noch sehr viel mehr.</p>


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		<title>One Eskimo &#8211; All balloons</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 13:23:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hin und wieder passiert es, dass man durch bloßen Zufall auf ein Album stößt und absolut geflashed wird. Dabei passt einfach jede Note, jede Silbe und jedes Lied. Genauso ging es mir bei One EskimOs "All balloons".
Die Besonderheit des Albums liegt darin, dass sie in einer Standard CD-Version erschienen ist ...


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Hin und wieder passiert es, dass man durch bloßen Zufall auf ein Album stößt und absolut geflashed wird. Dabei passt einfach jede Note, jede Silbe und jedes Lied. Genauso ging es mir bei One EskimOs &#8220;All balloons&#8221;.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/eskimo.png" ><img class="alignleft size-full wp-image-2064" title="eskimo" src="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/eskimo.png" alt="eskimo" width="120" height="120" /></a>Interpret: <a href="http://www.myspace.com/oneeskimo" target="_blank" class="limyspace">One Eskimo</a><br />
Albumtitel: All balloons<br />
Veröffentlichung: 2010<br />
Label: Columbia D (Sony BMG)<br />
Internetseite: <a href="http://www.oneeskimo.com/" target="_blank" class="liexternal">One Eskimo</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/OneeskimO" target="_blank" class="litwitter">werdet Verfolger</a></p></blockquote>
<p>Die Besonderheit des Albums liegt darin, dass sie in einer Standard CD-Version erschienen ist und gleichzeitig als musikalische Untermalung für ein kleines Cartoon-Musical in Zusammenarbeit mit Warner Brothers fungiert. Die Lieder werden dabei in einer differierenden Reihenfolge eingesetzt und ergeben somit einen völlig neuen Kontext. Der Hörer wird mitgenommen in sphärische Musikgebilde, abenteuerliche Träume und instrumentalisierte Liebeserklärungen.<br />
Insgesamt kommt die Platte sehr abwechslungsreich daher. Sie verknüpft atmosphärische Musik, mit Soul und butterweichem Pop und wirkt dabei stets innovativ. Trotz der sehr unterschiedlichen Songstrukturen, bildet dieses Album ein harmonisches Gesamtbild.</p>
<p><strong>One EskimO &#8211; Kandi</strong></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5951880&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5951880&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>One EskimO &#8211; Hometime</strong></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5911499&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5911499&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>


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		<title>Wunschhören! &#8211; Them Crooked Vultures</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 09:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Them Crooked Vultures ist ein Musikgigant, der sich durch die Musikblogs gekämpft hat, an mir aber aufgrund der sonstigen Fülle an Hörmaterial abgeprallt ist. Ich habe mir immer gesagt, dass wir sicher irgendwann mal einen Weg zueinander finden werden. Und so ist es auch gekommen.
Heute – gute zwei Monate nach der Veröffentlichung – wurde mir das Album als ...


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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2009/04/12/wunschhoeren-philipp-poisel/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wunschhören! &#8211; Philipp Poisel'>Wunschhören! &#8211; Philipp Poisel</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Them Crooked Vultures ist ein Musikgigant, der sich durch die Musikblogs gekämpft hat, an mir aber aufgrund der sonstigen Fülle an Hörmaterial abgeprallt ist. Ich habe mir immer gesagt, dass wir sicher irgendwann mal einen Weg zueinander finden werden. Und so ist es auch gekommen.<br />
Heute – gute zwei Monate nach der Veröffentlichung – wurde mir das Album als Wunschhören!-Kandidat von Andreas genannt.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/01/crooked.png" ><img class="alignleft size-full wp-image-2024" title="crooked" src="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/01/crooked.png" alt="crooked" width="120" height="120" /></a>Interpret: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Them_Crooked_Vultures" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Them Crooked Vultures</a><br />
Album: <a href="http://www.myspace.com/crookedvultures" target="_blank" class="limyspace">Them Crooked Vultures</a><br />
Veröffentlichung: 2009<br />
Label: RCA Records Lab<br />
Wunschkind: Andreas<br />
Blog und Twitter: <a href="http://cimddwc.net/" target="_blank" class="liexternal">cimddwc</a> <a href="http://twitter.com/cimddwc" target="_blank" class="litwitter">@cimddwc</a></p></blockquote>
<p>Seit ungefähr vier Monaten lese ich einschlägige Musikmagazine und habe gelernt, dass eine Kollaboration von Musikern sehr erfolgreicher Hauptbands in einem Semi-Projekt „Supergroup“ genannt wird. Dieser Ausdruck würde meinem Verständnis nach auch eine gewisse Genialität erfordern, die nicht unmittelbar durch seine Mitglieder manifestiert werden kann. Spiderman heißt ja auch nicht Spiderman nur weil er von einer genetisch-mutierten Spinne gebissen wurde, sondern weil er Spitzenkräfte in sich vereint.</p>
<p>Diese Band vereint also nun Dave Grohl (Foo Fighters), Josh Homme (Queens of the Stone Age) und John Paul Jones (Led Zeppelin). Dave Grohl hätte gar keiner &#8220;Supergroup&#8221; beitreten brauchen, denn er hat ja in der Mutter aller &#8220;Supergroups&#8221; &#8211; der &#8220;Supergroup&#8221; aller &#8220;Supergroups&#8221; mitgemischt: Nirvana. (Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Wort &#8220;Supergroup&#8221; nun oft genug genannt habe, um mein neugewonnenes Fachwissen auch selbstgerecht darzustellen? Ich sag es einfach noch einmal: &#8220;Supergroup&#8221;!)</p>
<p>Diese Besetzung lässt nicht allzu viel Spielraum für Überraschungen, da sie bereits durch die Vita und Wurzeln der einzelnen Bandmitglieder logischerweise nur im Hardrock-Bereich angesiedelt sein können.<br />
Die ersten Töne bestätigen diese Einschätzung.</p>
<p>Abgesehen vom vielen Gitarrenschrammeln und dem Stakkato-Schlagzeug finden sich viele kleine Details und Spielereien auf dem Album, die erstaunen, amüsieren und doch irgendwie überraschen. Da ertönt am Ende des zweiten Songs &#8220;Mind Eraser, no chaser&#8221; doch tatsächlich Volksmusikgedudel oder singt der Sänger im Titel &#8220;Scumbag Blues&#8221; im Falsett, was widerrum einen guten Kontrast zum ansonsten eher wilden Arrangement des Songs bildet.</p>
<p>Damit bin ich allerdings schon am Ende der positiven Resonanz angekommen. Eine negative wird es nicht geben, da ich das Album stilistisch und handwerklich für dieses Musikgenre als absolut gelungen halte. Aber wie bereits bei <a href="http://www.dasdanyweb.de/2010/01/24/wunschhoren-the-mighty-stef/" target="_blank" class="liinternal">Julias Vorschlag</a>, kann ich mich selbst mit dieser Musik nicht anfreunden. Zu laut, zu durcheinander, zu wenig melodisch. Aber das ist mein subjektiver Eindruck. Für all diejenigen, die auf guten harten Rock, Nirvana und dunkle, rauhe Stimmen stehen, ist diese Album allemal eine Empfehlung wert.</p>


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		<title>My Glorious &#8211; Home is where the heart breaks</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 23:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
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		<category><![CDATA[my glorious]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wiener Band <a href="http://www.myglorious.com/?page_id=95" My Glorious</a> hat am 05.02.2010 ihr Debutalbum "Home is where the heart breaks" veröffentlich. Der Titel des Albums lässt die Tiefe der Platte erkennen, kündigt diese Zeile doch eine stark philosophische und nachdenkliche Ausprägungen an. Diese Tiefe und Anrührigkeit transportiert auch das Albumcover konsequent. Ohne Kryptik.


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/glorious.png" ><img class="alignnone size-full wp-image-2047" title="glorious" src="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/glorious.png" alt="glorious" width="586" height="445" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Wiener Band <a href="http://www.myglorious.com/?page_id=95" target="_blank" class="liexternal">My Glorious</a> hat am 05.02.2010 ihr Debutalbum &#8220;Home is where the heart breaks&#8221; veröffentlich. Der Titel des Albums lässt die Tiefe der Platte erkennen, kündigt diese Zeile doch eine stark philosophische und nachdenkliche Ausprägungen an. Diese Tiefe und Anrührigkeit transportiert auch das Albumcover konsequent. Ohne Kryptik.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/homeis.png" ><img class="alignleft size-full wp-image-2050" title="homeis" src="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/02/homeis.png" alt="homeis" width="134" height="120" /></a>Interpreten: <a href="http://www.myspace.com/mygloriousmusic" target="_blank" class="limyspace">My Glorious</a><br />
Album: Home is where the heart breaks<br />
Veröffentlichung: 2010<br />
Label: G-Records (Intergroove)<br />
Internetseite: <a href="http://www.myglorious.com/" target="_blank" class="liexternal">My Glorious.com</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/myglorious" target="_blank" class="litwitter">werdet Verfolger</a></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Trio aus Wien schafft es auf diesem Album so ziemlich jede Emotion aus seinem Zuhörer zu kitzeln, jede Melodiefarbe unterzubringen. Mal traurig, mal sanft, mal rauh und mal elektrisierend. Die Stimme des Sängers Samuel Fischer trägt sich mit Leichtigkeit und einer guten Portion Melancholie durch die Platte. Die Liebe und die Anatomie des Herzens werden auf diesem vielleicht oder vielleicht auch nicht gewollten Konzeptalbum mal leidend, mal lebensbejahend analysiert und durch Worte in die Welt posaunt. Die Melodien sind dabei so herzergreifen, dass die Platte und ihre Lieder im Gehörgang immer wiederhallen und vibrieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite und gleichzeitig stärkste Song des Albums &#8220;You should be dancing&#8221; muss sich den Vergleich mit Mando Diaos &#8220;Dance with somebody&#8221; gefallen lassen. Hier kommen die drei Jungs mit Bravour und ohne falsche Scham an die Rockgrößen aus Schweden heran. Überhaupt muss sich die Band nicht verstecken.<br />
Bodenständiger Rock (&#8221;Blind Believer 2-01&#8243;), feine Melodien (&#8221;Horse&#8221;) und der Hang zum Großartigen (&#8221;Timetraveller&#8221;) bescheren den Jungs sicher eine große, beständige Fangemeinde.<br />
Auffällig ist auch die Detailverliebtheit. Vom Cover über den Albumtitel bis zum Herzschlag am Ende von &#8220;Timetraveller&#8221; &#8211; nicht zu vergessen das &#8220;Big Spender&#8221; Sample im Opener.</p>
<p>Für mich ein rundum sehr gelungenes Debut mit Ohrwumcharakter und der aufkeimenden Lust auf Wesentlich mehr.</p>


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		<title>Blogparade: Dein musikalischer Werdegang</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 21:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Klein)Bloggersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[mixtape]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[playlist]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr beende ich in der Tat bereits mein 32. Lebensjahr, was mich – zumindest seit ich die 30 überschritten habe – gar nicht mehr so wahnsinnig stört. Das fängt vermutlich erst wieder mit Einsetzen der tickenden, femininen Uhr an.
Nachdem ich vor einigen Tagen den <a href="http://www.dasdanyweb.de/2010/01/02/robbie-williams-ein-abschied-in-11-akten/" target="_blank">Beitrag über Robbie Williams</a> verfasst habe, bin ich gedanklich  meinen musikalischen Werdegang von meinen Kindertagen bis heute durchgegangen und habe festgestellt, dass sich mein Musikgeschmack mit der Zeit teilweise drastisch verändert hat.
Einige der Lieder, die sich in dieser Auflistung wieder finden, sind so desaströs peinlich, dass ich mich schwer überwinden muss sie ehrlich zuzugeben.


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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2008/01/31/erinnerung-an-die-blogparade-buecher/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Erinnerung an die Blogparade Bücher'>Erinnerung an die Blogparade Bücher</a></li>
<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2009/08/29/erinnerung-an-die-blogparade-der-sommerhit-2009/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Erinnerung an die Blogparade: Der Sommerhit 2009'>Erinnerung an die Blogparade: Der Sommerhit 2009</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dieses Jahr beende ich in der Tat bereits mein 32. Lebensjahr, was mich – zumindest seit ich die 30 überschritten habe – gar nicht mehr so wahnsinnig stört. Das fängt vermutlich erst wieder mit Einsetzen der tickenden, femininen Uhr an.<br />
Nachdem ich vor einigen Tagen den <a href="http://www.dasdanyweb.de/2010/01/02/robbie-williams-ein-abschied-in-11-akten/" target="_blank" class="liinternal">Beitrag über Robbie Williams</a> verfasst habe, bin ich gedanklich  meinen musikalischen Werdegang von meinen Kindertagen bis heute durchgegangen und habe festgestellt, dass sich mein Musikgeschmack mit der Zeit teilweise drastisch verändert hat.<br />
Einige der Lieder, die sich in dieser Auflistung wieder finden, sind so desaströs peinlich, dass ich mich schwer überwinden muss sie ehrlich zuzugeben.</p>
<p><strong>Die Idee dahinter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei kam unweigerlich die Frage auf, ob andere ebensolche Talfahrten durchgemacht haben, sich heute lieber fremd schämen würden, obschon ihres eigenen vergangenen Musikgeschmacks oder ob andere von Anfang an einen sicheren Umgang mit der Musik vorweisen können.<br />
Aus diesem Grund möchte ich gerne eine kleine Aktion ins Leben rufen. Besser bekannt als Blogparade!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Aufgabe</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Erstelle eine chronologische Auflistung von Songs oder Alben, die deinen musikalischen Werdegang gut abbilden. Lasse dabei ggf.  bitte nicht die vermeintlich peinlichen Stücke weg – diese machen die Aktion ja erst interessant. Noch besser wäre es, wenn die Auflistung in Form einer Playlist oder eines „Mixtapes“ erstellt wird, um den Lesern auch einen audiovisuellen Eindruck in vielleicht unbekannte Stücke zu geben.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Veröffentliche diese Auflistung auf Deinem Blog. Ob Du zu den einzelnen Songs oder Alben etwas schreibst, bleibt Dir selbst überlassen. Einige Erinnerungen, Anekdoten oder Erklärungen welcher Bulle Dich geritten hat, schaden aber sicher nicht und tragen vielleicht zur allgemeinen Erheiterung bei.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Setze einen Trackback oder Pingback zu diesem Beitrag, damit ich und andere Deine Teilnahme auch mitverfolgen können.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Zeithorizont</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da dies sicher eine umfangreiche Aufgabe ist, die einige Bedenkzeit und vielleicht ein wenig Planung bedarf, läuft die Aktion bzw. Blogparade <span style="color: #c90f63;">bis einschließlich 12. Februar 2010</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer übrigens eine Playlist oder ein Mixtape erstellen möchte und keine Ahnung hat, wie er das anstellen soll, empfehle ich die Werkzeugliste von <a href="http://blog.freeqnet.de/2009/06/24/blogparade-das-perfekte-mixtape/" target="_blank" class="lifreeq">beetfreeqs Mixtape-Blogparade</a> aus dem letzten Jahr, bei der ich auch ein bisschen abgeguckt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">So und nun freue ich mich auf Eure Beiträge.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Foto im Original von <a href="http://www.flickr.com/photos/technokitten/625379762/sizes/m/" target="_blank" class="liflickr">technokitten</a> (flickr)</span></p>


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		<title>Beetys Hörsturz &#8211; Runde 12</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 18:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beetys Hörsturz]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[songs]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange Zeit war ich abstinent was den <a href="http://blog.freeqnet.de/tag/projekt-horsturz/" target="_blank">beetfreeq'schen Hörsturz</a> angeht, nun werde ich aber wieder regelmäßig alle zwei Wochen mitmachen. Aus der vor uns liegenden Runde, kenne ich spontan kein einziges Lied, bin aber sehr gespannt, vorallem auf Vic Chesnutt, dessen Name mir nur ein Begriff ist, weil ich las, dass er verstorben ist.  Wie immer bediene ich mich der obligatorischen Bewertungsskala, die wie folgt...


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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2009/08/28/beetys-hoersturz-runde-2/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Beetys Hörsturz &#8211; Runde 2'>Beetys Hörsturz &#8211; Runde 2</a></li>
<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2009/08/09/beetys-hoersturz-runde-1/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Beetys Hörsturz &#8211; Runde 1'>Beetys Hörsturz &#8211; Runde 1</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit war ich abstinent was den <a href="http://blog.freeqnet.de/2010/01/09/projekt-hoersturz-runde-12/" target="_blank" class="lifreeq">beetfreeq&#8217;schen Hörsturz</a> angeht, nun werde ich aber wieder regelmäßig alle zwei Wochen mitmachen. Aus der vor uns liegenden Runde, kenne ich spontan kein einziges Lied, bin aber sehr gespannt, vorallem auf Vic Chesnutt, dessen Name mir nur ein Begriff ist, weil ich las, dass er verstorben ist.  Wie immer bediene ich mich der obligatorischen Bewertungsskala, die wie folgt aufgebaut ist:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bewertungsskala:</strong></span></p>
<p>0 = unerträglich<br />
0,5 = abschreckend<br />
1 = Müll<br />
1,5 = schlecht<br />
2 = lässt mich kalt<br />
2,5 = Durchschnitt<br />
3 = naja, so lala<br />
3,5 = ok<br />
4 = mag ich<br />
4,5 = super<br />
5 = perfekt</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q3NZj3QzV0I" target="_blank" class="liyoutube">Major Parkinson &#8211; 197</a> (vorgeschlagen von <a href="http://beam.freeqnet.de/" target="_blank" class="lifreeq">beam</a>)<br />
Beam hatte bereits das wunderbare &#8220;Bluejuice &#8211; Vitriol&#8221; in Runde 3 vorgeschlagen, das damals 4 von 5 Punkten von mir bekam, weil es einen für mich sehr innovativen Charakter hat. Major Parkinson weckt die Hoffnung in mir, dass der Name nicht unbedingt Programm ist und 197 kein mathematisches Ergebnis, dass ihm nach einer schwindelerregender Amnesie zugefallen ist. Ich kann den Sound weder als schlecht oder nervend einsortieren, obwohl ich gleichwohl nicht behaupten kann, dass er mich anspricht oder mir gefällt. Die Stimme würde perfekt zu einer Off-Stimme in einem Gruselfilm passen und weckt ähnliche Assoziationen beim Betrachten des dazugehörigen Videos. Ein bisschen Gaga ist das schon und lässt mich verhältnismäßig kalt.<br />
<strong>Punkte: 2 von 5</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=AJE9dL7wBPQ" target="_blank" class="liyoutube">WhoMadeWho &#8211; Keep me in my plane</a> (vorgeschlagen von <a href="http://kamil.blogger.de/" target="_blank" class="liexternal">kamil</a>)<br />
Oha, die ersten Takte wecken direkt Erinnerungen an das Knight Rider Theme der guten 80/90er mit David Hasselhoff und seiner Dauerwellenfrisur. Ansonsten stellt sich direkt ein Chill-Faktor ein, der mich grundsätzlich in freudige Stimmung versetzt. Leider verliert sich das Lied in der Wiederholung der sehr kurzen eigenständigen Melodie und stigmatisiert sich selbst mit hohler Monotonie. Das wirkt nach mehrmaligem Hören eher langweilig als originell. Trotzdem &#8211; der Groove darf nicht verachtet werden.<br />
<strong>Punkte: 3,5 von 5</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=i41aefRd5eU" target="_blank" class="liyoutube">Janus &#8211; Anita spielt Cello</a> (vorgeschlagen von <a href="http://www.gedankendeponie.net/" target="_blank" class="liexternal">Konna</a>)<br />
Ich möchte an dieser Stelle mit den Regeln brechen und keine Bewertung des Liedes abgeben. Das Lied beschreibt einen grausamen Teil des Lebens der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anita_Lasker-Wallfisch" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Anita Lasker-Wallfisch</a>: der letzten bekannten Überlebenden eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4dchenorchester_von_Auschwitz" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Mädchenorchesters aus dem Konzentrationslager Ausschwitz</a>. An dieser Stelle muss neben dem stilistischen Verständnisses der Komposition, die Intention des Liedes berücksichtigt werden, was eine objektive und wahrheitsgetreue Bewertung für mich unmöglich macht.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=cEnP8F9HSFI" target="_blank" class="liyoutube">Runrig &#8211; Hearts of glory</a> (vorgeschlagen von <a href="http://www.mahltied.com/" target="_blank" class="liexternal">Stoffel</a>)<br />
Meine Hoffung, dieses Lied könnte eine ähnliche Entfaltung wie &#8220;The Killers &#8211; Human&#8221; entwickeln, wurde auch nach mehrmaligem Hören enttäuscht. Jedes Land hat seine berechtigte Volksmusik (obwohl ich der festen Überzeugung bin, Schottland hat mehr zu bieten). Volksmusik ist nicht mein Fall. Mehr gibt es nicht zu sagen.<br />
<strong>Punkte: 0 von 5</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=x7xbL1_wUvg" target="_blank" class="liyoutube">Vic Chesnutt &#8211; Yesterday, tomorrow and today</a> (vorgeschlagen von <a href="http://www.postpunk.de/" target="_blank" class="liexternal">Postpunk</a>)<br />
Auf irgendjemanden in der Runde kann man sich eigentlich immer verlassen. Hier bin ich angekommen, hier habe ich eine Entdeckung zu machen. Vic Chesnutt reißt die Enttäuschung nochmal rum und beendet diese Runde aufrecht, melancholisch und schön. Die sanften Töne des Klaviers und der Geige unterstreichen die zarte Stimme des Sängers. Ein herrliches Stück Musik von einem leider viel zu depressiven Geist.<br />
<strong>Punkte: 5 von 5</strong></p>
<p>Für die nächste Runde schlage ich übrigens einen Song von Justin Vernon (besser bekannt als Bon Iver) vor. Und zwar <a href="http://prettymuchamazing.com/podpress_trac/web/15685/0/01-Hazelton.mp3" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Hazelton&#8221;</a>.</p>


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		<title>Wunschhören! &#8211; der zweite Anlauf</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 16:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschhören!]]></category>
		<category><![CDATA[alben]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[wunschhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits im letzten Jahr startete ich die Aktion "Wunschhören!", bei der ich meine Leser aufrief, mir Alben vorzuschlagen, über die ich dann einen Artikel (in welcher Form auch immer) im Blog veröffentlichen würde. Damals - gebe ich zu - habe ich das ganze aus Zeitgründen nicht auf die Reihe bekommen. Aufgrund der neuen Situation, meiner mittlerweile beendeten Blog-Auszeit...


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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2010/02/07/wunschhoren-them-crooked-vultures/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wunschhören! &#8211; Them Crooked Vultures'>Wunschhören! &#8211; Them Crooked Vultures</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits im letzten Jahr startete ich die Aktion <a href="http://www.dasdanyweb.de/category/wunschhoeren/" target="_blank" class="liinternal">&#8220;Wunschhören!&#8221;</a>, bei der ich meine Leser aufrief, mir Alben vorzuschlagen, über die ich dann einen Artikel (in welcher Form auch immer) im Blog veröffentlichen würde. Damals &#8211; gebe ich zu &#8211; habe ich das ganze aus Zeitgründen nicht auf die Reihe bekommen. Aufgrund der neuen Situation, meiner mittlerweile beendeten Blog-Auszeit und anderen Ereignissen, möchte ich diese Aktion allerdings fortführen und diesmal auch mit mehr Muße und Motivation.</p>
<p>Die Alben können von mir natürlich nur besprochen und angehört werden, wenn sie entweder bei Napster erhältlich sind (was ich umgehend prüfen werde) oder ansonsten alternativ bei Grooveshark, myspace oder ähnlichen Angeboten (bei denen ich mich nicht zusätzlich anmelden muss) abrufbar sind. Falls ihr von der Streaming-Möglichkeit bereits Kenntnis habt, könnt ihr sie direkt beim Kommentar mit angeben.</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn wieder einige von Euch mitmachen, da ich beim letzten Mal drei wirklich tolle Alben entdeckt habe (Phillip Poisel, Element of crime und 1990s).</p>
<p>Also los geht&#8217;s.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild im Original von <a href="http://www.flickr.com/photos/mikedefiant/2149175068/sizes/m/" target="_blank" class="liflickr">Mickey aka DaSkinnyBlackMan</a> (flickr)</span></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Albenkritik Stöckchen &#8211; The Weakerthans und St. Vincent</title>
		<link>http://www.dasdanyweb.de/2010/01/10/das-albenkritik-stockchen-the-weakerthans-und-st-vincent/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 16:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Stöckchen]]></category>
		<category><![CDATA[album]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[stöckchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein eigenes Stöckchen hat auf drei Wegen wieder nach Hause gefunden und wird nun hier fürsorglich bemuttert, um es anschließend wieder auf Reisen zu schicken. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch sagen, dass es ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, weil einige nicht mehr auf den ursprünglichen Artikel verlinkt haben und ich somit momentan versuche manuell alle Alben in Sicht zu behalten.


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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2008/08/02/stockchen-alben-mosaik/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Stöckchen &#8211; Alben Mosaik'>Stöckchen &#8211; Alben Mosaik</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein eigenes Stöckchen hat auf drei Wegen wieder nach Hause gefunden und wird nun hier fürsorglich bemuttert, um es anschließend wieder auf Reisen zu schicken. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch sagen, dass es ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, weil einige nicht mehr auf den ursprünglichen Artikel verlinkt haben und ich somit momentan versuche manuell alle Alben in Sicht zu behalten. Allerdings erschwert sich dies, da das Stöckchen mittlerweile an so viele Leute weitergeworfen wurde, dass ich allmählich den Überblick verliere. Deswegen bitte ich es zu entschuldigen, falls ein Blog mit seiner Kritik nicht verlinkt wurde. Kurzer Kommentar oder <a href="http://www.dasdanyweb.de/contact" target="_self" class="liinternal">Email</a> genügen und ich hole dies nach.</p>
<p><strong>The Weakerthans &#8211; Left and Leaving</strong> (geworfen von <a href="http://alsicheinhamsterwar.de/" target="_self" class="liexternal">alsicheinhamsterwar</a>)</p>
<p>Last.fm huldigt der Band in ihrer Band-Beschreibung mit folgenden einleitenden Worten:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>&#8220;The Weakerthans sind eine Indie Rock-Band aus Winnipeg, Kanada, die für ihre melodischen, auch textlich anspruchsvollen Post Punk-Songs mit Folk-Einflüssen bekannt ist.&#8221;</strong></p>
<p>Das impliziert ja nun mehr oder weniger die eierlegende Wollmilchsau eines Musikgenres. Nun denn, los geht&#8217;s.</p>
<p>Direkt wird klar, es handelt sich bei den Songs von Left &amp; Leaving sicher um sehr hörbare, eingängige Musik, der aber der letzte Pfiff und damit die Individualität fehlt. Die Songs lassen &#8211; selbstredend meiner Meinung nach &#8211; an dem oben genannten melodischen Anspruch fehlen. Ich folge bei meinem Musikgeschmack keinem Raster oder einem roten Faden. Die Musik muss gefallen. Ich kann auch nie sagen, ich mag elektronische Musik nicht, denn dies würde schlichtweg nicht stimmen. Wenn es die richtigten Tonabfolgen aufweist, kann meine Begeisterung durchaus ein kreatives Eigenleben entwickeln. Das entsteht bei diesem Album allerdings nicht. Ich höre es mir gern an, ich kann es auch im Auto, auf der Couch, im Bett, während des Arbeitens anhören. Ja! Aber ich würde es mir nicht bewusst auf mein iPhone laden.</p>
<p>Trotzdem wartet das Album mit Sanftmütigkeit und Melancholie auf.  Jeder der jemandem hinterher trauert oder einen Soundtrack fürs Vergessen benötigt ist hier gut aufgehoben.</p>
<p><strong>St. Vincent &#8211; Actor</strong> (geworfen von <a href="http://blog.freeqnet.de/" target="_blank" class="lifreeq">beetfreeq</a>)</p>
<p>Dieses Album wollte ich mir schon seit ewigen Zeiten anhören, hatte aber immer Anderes zu tun. Nun bin ich froh, dass es in Form zwangloser Empfehlung den Weg zu mir gefunden hat. Schaut man sich die etwas schüchtern, aber zuversichtlich dreinblickende Dame des Covers von &#8220;Actor&#8221; an, würde man nun soliden Püppchen-Pop erwarten. Die ersten Takte von &#8220;The Strangers&#8221; belehren den Hörer eines Besseren. Hier geht es nicht um Püppchen-Pop, sondern um ambivalentes Melodienverhalten zu gesungenen Worten. Während die Musik zum Wippen und Mitsingen animiert, singt St. Vincent von Blumen die sie um sich wirft und davon, dass schware Löcher schwärzer werden müssen.<br />
Auch ansonsten ist Ms. Clark textlich ein wenig wunderlich unterwegs und man ist geneigt zu fragen, welche Psychosen sie beim Schreiben wohl antrieben. Wem &#8220;The Strangers&#8221; allerdings nicht düster genug ist, spult einfach weiter bis &#8220;Black Rainbow&#8221;. Spontan fällt mir folgende Textzeile ein: &#8220;Paint the black hole blacker like a Black Rainbow&#8221;. In &#8220;Black Rainbow&#8221; findet orchestrale Instrumentalisierung statt, während sich der Takt stakkato-artig durch das Lied hechelt. Düstere Materie wird hier auf einen markanten Punkt zugespitzt. Bevor es im nächsten Lied &#8220;Laughing with a mouth of blood&#8221; musikalisch trügerisch beschwingt weitergeht. Nahezu so beschwingt, wie es bei dem Titel möglich ist.</p>
<p>Insgesamt ist das Album experimentell und gewagt, textlich über weite Strecken ein bisschen zu düster und exzentrisch. Für meinen Geschmack ist dies auf Dauer zu anstrengend.</p>
<p>So, ich schicke dieses Stöckchen nun an den lieben Sascha von <a href="http://www.endgueltig.com" target="_blank" class="liexternal">endgültig</a> weiter und bitte ihn sich dochmal das Album von Mumford &amp; Sons &#8220;Sigh no more&#8221; vorzunehmen. Viel Spaß dabei.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Foto im Original von <a href="http://www.flickr.com/photos/shelbob/143959499/" target="_blank" class="liflickr">janesdead</a> (flickr)</span></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Robbie Williams &#8211; Ein Abschied in 11 Akten</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 18:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Guy Chambers]]></category>
		<category><![CDATA[robbie williams]]></category>
		<category><![CDATA[take that]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/01/robbie.png" ><img class="alignnone size-full wp-image-1872" title="robbie" src="http://www.dasdanyweb.de/wp-content/uploads/2010/01/robbie.png" alt="robbie" width="586" height="330" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Fan-sein ist nicht einfach nur die Tatsache, die Musik eines bestimmten Künstlers oder einer bestimmten Band gut zu finden. Fan-sein ist die emotionale Verknüpfung an eine unbekannte Person, die einem allein durch ihr musikalisches Schaffen die Welt ein bisschen bunter zeichnet, die Worte ein bisschen besser klingen lässt und Noten im Gedächtnis zu einer Melodie formt und sie für eine sehr, sehr lange Zeit nicht mehr verschwinden lässt. Einen Künstler über Jahre zu begleiten birgt das Risiko in sich, dass er irgendwann nicht mehr den hohen Erwartungen entspricht und damit nicht mehr an die grandiosen und harmonischen, alten Zeiten aufschließen kann.<br />
Robbie Williams Problem liegt dabei explizit darin, dass er bereits bei seinem ersten Album „Life thru a lens“ den Zenit seines Genies erreicht und beim fünften Album „Escapology“ überschritten hat.
<p style="text-align: justify;"><strong>Erster Akt – 1995</strong><br />
<em>es wirken mit: zwei Freundinnen, Take That und ein Kassettenrekorder</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich war nie ein begeisterter Hörer der Musik von Take That und vertrieb mir eher aus Langeweile die Zeit meines letzten Schuljahres mit einer anerzogenen Depression über den Ausstieg Robbie Williams bei der britischen Boygroup Take That. Meine beste Freundin Silke und ich bauten uns – aus Jux &#8211; einen Robbie-Schrein und nahmen dämliche Kassetteninterviews auf, in denen verschiedene durchdrehende Mädchen (abwechselnd von uns dargestellt) von ihren schlimmen Empfindungen berichteten. Wir heulten uns aufgesetzt durch die dramatischen Ausschreitungen einiger unserer Mitschülerinnen und begriffen den ganzen Hype nicht. Take That machte allerdings noch einige Monate weiter und wenige Wochen später verschwendeten wir keine Gedanken mehr an einen gewissen Robbie Williams, der ja irgendwie nur durch sein komisches Aussehen, die beschissene Frisur und den Einzelgesang in „Could it be magic“ bei TT aufgefallen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zweiter Akt – 1996</strong><br />
<em>es wirken mit: eine schlechte Coverversion und eine ungesunde Portion Naivität</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann heute nicht mehr genau sagen, wo ich Robbie Williams verhunzte Coverversion von George Michaels „Freedom“ gesehen habe. Ich weiß nur, es muss als Musikvideo gewesen sein (also wohl VIVA oder MTV), weil ich mich noch erinnere, wie eklig ich Robbie Williams aufgrund seiner Aufgedunsenheit fand. Damals dachte ich noch: Ach Gott, jetzt macht er sich auch noch als Solo-Künstler auf die Socken. Das kann doch nur nach hinten los gehen. Ja, solch negative Gedanken hatte ich damals über meinen kommenden Rock-Gott. Naiv, naiv.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dritter Akt – 1997</strong><br />
<em>es wirken mit: drei Freundinnen, Norddeich und Album Nummer 1: Life thru a lens</em></p>
<p style="text-align: justify;">1996 fuhr ich mit einer Schulfreundin und ihrer Schwester in die Ferienwohnung ihrer Eltern nach Norddeich. Es sollte ein regnerischer Trip werden, den wir „6 nimmt“-spielend in den vier Wänden verbringen sollten, weil es draußen tagelang ununterbrochen in Strömen regnete. Wir drei waren bereits ein Jahr zuvor gemeinsam in London unterwegs gewesen, was zum einen den Spruch „Lonestar said, I&#8217;ll be back“ in unser „Slang-Repertoire“ spülte und zum anderen den peinlichsten Urlaubssong aller Zeiten: Worlds Apart – Je te donne.<br />
Auf der Heimreise – die wir drei Tage früher als geplant antraten, da der Regen nicht nur Aktivitäten außerhalb der vier Wände verhinderte, sondern auch die Stimmung der beiden Schwestern in den Keller sinken ließ – hörten wir auf N-Joy Radio Robbie Williams zweite Single „Old before I die“ und erinnere mich noch an die anerkennenden Worte aus unseren Mündern: „Gar nicht schlecht“.<br />
Einige Wochen später saßen wir in Meikes Keller (die Schwester) und hörten das gerade erstandene Album „Life thru a lens“ und ich erinnere mich noch, wie Meike sich über die exzentrischen Posen von Robbie Williams im Bootleg aufregte und ihn arrogant nannte. Ich selbst war eher damit beschäftigt, mich an den Texten und Melodien von „Lazy Days“, „Angels“ und „Let me entertain you“ nicht satt zu hören.<br />
Plötzlich erkannte ich, dass dieser als Spaßvogel und von Drogen korrumpierte Freak ein sehr guter Sänger war. Anerkennung war geboren, Leidenschaft sollte allerdings erst noch folgen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vierter Akt – 1998</strong><br />
<em>es wirken mit: schräger Gesang, meine Eltern und Album Nummer 2: „I&#8217;ve been expecting you“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nur ein Jahr später folgte „I&#8217;ve been expecting you“. Ich erinnere mich, wie ich nervös dem Veröffentlichungsdatum entgegen fieberte, was ich bis dahin nur bei „Die Ärzte“ und „Oasis“ durchgemacht hatte und direkt in die Stadt fuhr, um mir die Platte im einschlägigen Musikfachgeschäft meines Vertrauens zu kaufen. Mit feuchten Händen öffnete ich das Bootleg und verbrachte den Rest des Abends damit, die Lieder immer und immer wieder zu hören und dabei die Texte auswendig zu lernen. Meine Eltern mussten zu dieser Zeit einiges durchmachen und hätten – ich gebe es zu &#8211; für den schrägen Gesang der monoton aus meinen Zimmer schallte, Schmerzensgeld verlangen sollen. Während Robbie Williams nämlich nur mir über die Kopfhörer zuteil wurde, durften meine Eltern sich mit dem schrägen und vor allem lauten Mitgesang meinerseits zufrieden geben. Ich kann nicht behaupten, dass dies bei meinen Eltern zu stolzen Freudensprüngen geführt hat. Nein – wirklich nicht.<br />
Meine Mutter ängstigte sich zeitweise etwas, weil sie immer und immer wieder die – wie ich finde – legendäre Textzeile „I hope you choke on your bacardi and coke“ grölte, die meine Mutter vermutlich bereits über eine Einweisung nachdenken ließ.<br />
Zu diesen Zeiten, eine der besten mit Robbie, ärgerte ich mich immer wieder, dass ich nicht in der Lage gewesen war ein wenig mehr Geduld im Erlernen der Gitarre aufgebracht zu haben, als mein Papa sich anschickte mich zu unterrichten. Was wäre das für ein Fest gewesen: ich, die Gitarre und „Heaven from here“.<br />
Robbie Williams hatte definitiv einen Platz in meinem Herzen gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fünfter Akt – 2000</strong><br />
<em>es wirken mit: Oasis, eine mittelschwere Depression und Album Nummer 3: Sing when you&#8217;re winning</em></p>
<p style="text-align: justify;">Damals befand ich mich in einem Alter zwischen Jugend und Erwachsen werden und sein und war schon froh, dass ich zu dem Bildungsniveau zählte, dass wusste, dass „Houston“ im Liedtext von Rock DJ eine Anspielung auf die Mondmission Appollo 13 war.<br />
Ansonsten befand ich mich gerade in der depressiven Erkenntnis, dass „Oasis“ mittlerweile ihrerseits den musikalischen Zenit überschritten und den Glanz ihrer beiden legendären Alben „Definitely Maybe“ und „What&#8217;s the story morning glory“ heftig mit der Veröffentlichung von „Standing of the shoulder of giants“ angekratzt hatten. Dies war die Zeit des Bruchs zwischen mir und den Gallagher-Brüdern, die ihre Trennung 10 Jahre früher hätten durchziehen sollen und damit eine phantastische Karriere ohne Bodenlöcher hingelegt hätten.<br />
Genau zu dieser Zeit veröffentlichte Robbie Williams also sein drittes Album „Sing when you&#8217;re winning“ und riss mich mit seinen tanzlastigen Gute-Laune-Liedern und dem zwar kommerziellen, aber lohnenden Duett mit Kylie Minouge aus meiner Lethargie. Robbie und ich schienen eine neue Synergie zu bilden, die meinem musikalischen Lebensweg wieder neues Leben einhauchte, nachdem ich  meine Punkphase endgültig hinter mich gebracht hatte und von Oasis nichts mehr erwartete. „Love calling earth“ zerriss mir damals öfters das Herz, kam ich doch auch mit meinem Gefühlen zu diesen Zeiten nur schlecht zurecht und fühlte mich oft fehl am Platze in meinem eigenen Leben. Mein erstes Robbie Williams Konzert in Köln habe ich leider verpasst, da es wirklich unmöglich war an Karten zu kommen und mein karges Ausbildungsgeld nicht für die Preise des Schwarzmarktes ausgereicht hätten. So musste ich dies noch ein wenig verschieben. Rückblickend betrachtet war es wahrscheinlich eine schicksalhafte Entwicklung, dass 2003 MEIN persönliches Robbie-Jahr wurde, dass mich zwar drei Jahre später zu einer horrenden und später bereuten Anschaffung zwang, trotzdem aber auch heute noch zu meinen allerliebsten Erinnerungen zählt. Dazu aber später mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sechster Akt – 2001</strong><br />
<em>es wirken mit: Nicole Kidman, Gleichgültigkeit und Album Nummer 4: Swing when yor&#8217;re winning</em></p>
<p style="text-align: justify;">Robbie haute &#8211; „Sing when you&#8217;re winning“ noch nicht ganz verdaut – sein nächstes Album raus, dass ähnlich wie „Rudebox“ sicher eine Herzensangelegenheit und ein Abstecher aus seinem mittlerweile anhaftenden Image sein sollte. Hinsichtlich des Wortspiels zwischen Album Nummer 3 und 4 frage ich mich noch heute, ob Titel Nummer 3 bereits in weiser Voraussicht auf das Swing-Album gewählt wurde oder ob es ein dankenswerter Zufall war.<br />
Sein Duett mit Nicole Kidman, deren Gesangstalent 2001 nicht zuletzt und völlig zurecht dank dem Musical-Film „Moulin Rouge“ zu Tage kam, war ein Überraschungshit. Ich konnte mit diesem Album nicht allzu viel anfangen, verübelte ihm dieses experimentelle Abenteuer allerdings auch nicht wie vielleicht so manch anderer Fan. Ich brach allerdings mit meiner Tradition alle Robbie Williams Alben im Schrank stehen zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Siebter Akt – 2002</strong><br />
<em>es wirken mit: das Konzert meines Lebens in der Arena auf Schalke, der Abschied von Guy Chambers und Album Nummer 5: Escapology</em></p>
<p style="text-align: justify;">Und wieder verging nur ein Jahr bis Robbie Williams mit „Escapology“ wieder auf allen Musiksendern und in allen Printmagazinen präsent war. Dieses Mal wurde es wesentlich rockiger und rotziger als bisher und es sollte leider auch die letzte Zusammenarbeit mit Guy Chambers werden.<br />
Es war nach diesen mittlerweile fünf Jahren des Fan-Seins klar, dass nun das Konzert die logische Weiterentwicklung in der Beziehung zwischen mir und Mister Williams war und so kam es, dass ich in einer blutigen Schlacht um Mitteldeutschland im Kartenverkauf des Kaufhofs in Bonn, die letzten vier Karten für das Konzert auf Schalke ergatterte. Inklusive bösen Blicken meiner Mitstreiterin und folglich Unterlegenen.<br />
Ich kann diesen Tag nicht mit mehr beschreiben, als mit: DAS Konzert. Gut, über Kelly Osbourne im Vorprogramm lässt sich streiten, aber das war alles gleichgültig, es war alles unerheblich. Robbie Williams, eine wahnsinnige Atmosphäre, ein tolles Programm, bei dem nicht nur meine Gänsehaut eine große Rolle spielte, sondern auch die ein oder andere glückselige Träne. Mann, was für ein Abend. Von diesen Erinnerungen zehre ich noch heute, obwohl die ernüchternde Erkenntnis, dass auch die besten Entertainer-Qualitäten durch den Konsum von Alkohol und Drogen verwischen können, Jahre später noch ein schweres Fan-Trauma auslösen sollten.<br />
Ab diesem Zeitpunkt war Robbie Williams für mich das, was für frühere Generationen die Beatles gewesen sein mussten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Achter Akt – 2005</strong><br />
<em>es wirken mit: die Realität, 100 Euro für den Arsch und Album Nummer 6: Intensive Care</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich überspringe bewusst das Live-Album der Escapology-Tour und auch das Best-of-Album, obwohl ich der Meinung bin, dass Robbie dieses Album zum absolut perfekten Zeitpunkt veröffentlicht hat. Für ihn bedeutete dies die Neuausrichtung zu einer Karriere nach Guy Chambers, für mich als Fan bezeichnet es den qualitativen Bruch in Robbie Williams Karriere. Oft habe ich darüber sinniert, ob ich eigentlich wirklich immer nur Robbie-Fan war oder nicht vielmehr Guy-Chambers-Fan. Denn eins steht für mich definitiv fest: Robbie ohne Guy ist wie  eine Hand ohne Daumen: eigentlich zu nichts zu gebrauchen.<br />
„Intensive Care“ war Robbies persönliche Reinkarnation und ein Schritt in eine neue Richtung, die mir mehr als Magenschmerzen verursachte.<br />
Ich stellte fest, dass meine  persönlichen Empfindungen an die Qualität der Lieder und Alben sehr weit von denen der breiten Masse abwichen. Während Robbie Williams erste Nummer 1 in den deutschen Charts tatsächlich erst mit Album Nummer 6 und dem Song „Tripping“ kam, lagen meiner Einschätzung nach seine besten Stücke bereits hinter ihm: „Karma Killer“, das unter mysteriösen Umständen verschwundene und auf Album Nummer 2 ersetzte „Jesus in a camper van“, „Knutsford city limits“, „Come undone“, „Win some loose some“, „Grace“ und „Monsoon“.<br />
Erstaunlicherweise waren die beiden bekanntesten Songs „Angels“ und „Feel“ weder in Deutschland noch in den UK jemals auf Platz 1 der Charts.<br />
Trotz meiner Skepsis und Enttäuschung stand für mich fest: Robbie Williams musste ich auch diesmal unbedingt live erleben. Gesagt, getan. Für 100 Euro ließ ich mir von einer Arbeitskollegin zwei Karten für die Jahn-Wiese in Köln besorgen. Weitere Freunde von mir hatten bereits Karten und so zogen wir freudig aus, um bitterlich enttäuscht zu werden. Das Konzert war geprägt von einer schlechten Organisation, von dämlichen Vorgruppen, die überhaupt keine Stimmung verbreiteten, davon genervten Fans und einem absolut beschissenen Robbie Williams. Zu diesem Zeitpunkt war niemandem klar, dass seine gute Laune auf der Bühne nur aufgesetzt war und Robbie Williams längst wieder den Tabletten und Depressionen zugetan war.<br />
Ich war einfach nur traurig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Neunter Akt – 2006</strong><br />
<em>es wirken mit: eine Beleidigung, EMI, ein Absturz und Album Nummer 7: Rudebox</em></p>
<p style="text-align: justify;">„Rudebox“ war eine Beleidigung an seine treuen Fans. Dieser Meinung bin ich nach wie vor und ich werde sie auch niemals revidieren. Da man als Fan allerdings immer und zu jeder Zeit seinem Idol die Treue hält, lautete mein Standardspruch: <em>Robbie möchte nur aus dem elenden EMI-Vertrag raus, deswegen macht er ein Album nach dem anderen und um EMI noch eins reinzudrücken, macht er sogar noch ein schlechtes.</em><br />
Robbies eigene Lobhudelei zu seiner „Herzensangelegenheit“ und das immer noch schmerzende, verhutzte Konzert ließen mich innerlich toben und erzürnen.<br />
Wenige Wochen später kam allerdings die traurige Gewissheit, dass Robbie wiederholt empfindlich in seinem eigenen Leben abgestürzt war. Das Konzert und das Album waren vergeben und vergessen und als echter Fan betete man leise in den blauen Himmel, dass er diese Zeit übersteht ohne sich den goldenen Schuss zu geben oder sich einen Strick zu nehmen und wie Jim Morrison auf einem Pariser Friedhof neben einem Elektroverteiler zu enden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zehnter Akt – 2007-2009</strong><br />
<em>es wirken mit: mal wieder Take That, Ufos und Oasis</em></p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Jahre lagen vor mir, die mit den wildesten Gerüchten, Sprüchen und Tatsachen aufwarteten. Da kam eine Wiedervereinigung mit den mittlerweile wieder erfolgreichen Take That-Kollegen ins Gespräch, die damals bereits in <a href="http://www.dasdanyweb.de/2007/04/08/sehr-geehrter-herr-r-williams/" target="_blank" class="liinternal">diesem Blog</a> zu erheblicher Frustration meinerseits geführt hat. Er wurde für mich dadurch unglaubwürdig, in einer Zeit in der es nicht so gut für ihn lief, zu dem Ursprung all seines Übels zurückzukehren. In Interviews hatte Robbie stets verlauten lassen, dass er seine Zeit bei Take That für seinen ersten Drogenabsturz verantwortlich mache. Will man dahin wirklich zurück?</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem sich diese Diskussion wieder beruhigt hatte, sah Robbie Ufos, hatte Kontakt mit Außerirdischen und schwor den Frauen ab, indem er sich fest an eine band.<br />
Eigentlich war ich in dieser Zeit damit beschäftigt, mich selbst zu beruhigen und zwang mich förmlich Oasis&#8217; „Dig out your soul“ im Jahre 2008 brillant zu finden, um mich notfalls wieder an die Wurzeln meines musikalischen Interesses zu klammern, falls Robbie vom Boden nicht mehr aufstand.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Elfter Akt – 2009</strong><br />
<em>es wirken mit: eine Vorahnung, ein Abschied und Album Nummer 8: Reality killed the Video star</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die Meldung, Robbie Williams würde endlich, endlich nach drei Jahren wieder ein neues Album auf den Markt bringen, weckte trotz der herben Enttäuschung über „Rudebox“ gewisse Erwartungen in mir, die – wie es sich für einen Fan gehört – sehr hoch angesetzt waren. Seine erste Singleauskopplung „Bodies“ ließ mir allerdings das Blut in den Adern gefrieren, musste ich doch erkennen, dass die musikalische Weiterentwicklung zwischen „Rudebox“ und „Bodies“ Null Komma Nix betrug. Kopfschmerzen plagten mich tagelang und auch Robbies charmantes Erscheinungsbild mit grauen Schläfen änderte nichts daran, dass ich der leisen Vorahnung nachgab, dass Robbie und ich uns endgültig voneinander verabschieden würden.<br />
„Reality killed the Video star“ &#8211; eine wunderbare Anspielung auf die heutigen Zeiten der technischen Weiterentwicklung und Hommage an „Video killed the radio star“ &#8211; floppte in meinem Gehörgang und hielt mir einmal mehr vor Augen, dass Robbie mehr der Schmusesänger geworden ist, dessen kreativste Schaffensphase mit dem Weggang von Guy Chambers einfach zu Ende war.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher möchte ich ihm an dieser Stelle danken: Für die vielen wunderbaren Momente und Erinnerungen, die ich mit seiner Musik verbinde und für die Augenblicke voll musikalischer Höhepunkte, die er in seiner Karriere natürlich nicht nur für mich bereit gehalten hat. Aber es ist eine Zeit gekommen, in dem der nächste Rock-Gott auf mich wartet, um mich einige Jahre zu begleiten. Robbie Williams ruft kein Glücksgefühl mehr in mir hervor und löst auch nicht mehr den unbändigen Drang in mir aus, sein Album zu kaufen und seine Texte auswendig zu lernen. Seine Musik langweilt mich vielmehr und es ist wie es ist: man sollte immer aufhören, wenn es am schönsten ist und die Erinnerungen so gut es eben geht bewahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihnen, Mr. Williams, wünsche ich das Beste für die Zukunft und die immer währende Stärke Take That zu entsagen – egal wie der persönliche Erfolg definiert wird.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Photo im Original von <a href="http://www.flickr.com/photos/radio1interactive/4030400602/sizes/o/" target="_blank" class="liflickr">radio1interactive</a> (flickr)</span></p>


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		</item>
		<item>
		<title>2009 &#8211; Eine musikalische Revue</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 14:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[alben 2009]]></category>
		<category><![CDATA[dennis lisk]]></category>
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<li><a href='http://www.dasdanyweb.de/2009/05/30/das-albenkritik-stoeckchen/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Albenkritik-Stöckchen'>Das Albenkritik-Stöckchen</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielerorts werden derzeit die Bestenlisten der letzten Dekade oder des sich nun dem Ende zuneigenden Jahres mit Lob gepreist. Ich möchte diesem Trend nicht aus dem Weg gehen, sondern mich ihm mutig entgegenstellen. Allerdings möchte ich die Regeln nicht so eng schnüren und hier 10 Alben vorstellen, die alle 2009 erschienen sind und mich vom Hocker gerissen haben. Stattdessen werde ich hier einfach eine wahllos sich beim Schreiben ergebende Anzahl an Alben Revue passieren lassen, die mich im letzten Jahr gefunden haben. Es ist sicher den aufmerksamen Lesern unter Euch aufgefallen, dass mein Musikgeschmack seit Beginn dieses Blogs große Veränderungen durchlebt hat. Gab es anfangs häufig aufgewärmte Mainstreamkost, bin ich durch viele meiner befreundeten Blogfreundschaften und das immer noch unendlich wirkende Internet auf extrem gute Musik jenseits der Musikcharts und dem Radiogedudel aufmerksam geworden. Dafür bin ich sehr dankbar. Das Jahr 2009 war bei diesen Veränderungen das eigentlich entscheidende, deswegen möchte ich meine ganz persönlich neu entdeckten Alben 2009 vorstellen. Jahresübergreifend. Länderübgreifend. Genreübergreifend. Und ja, es wird sich trotzdem auch Mainstream finden lassen&#8230;</p>
<p><strong>Fanfarlo &#8211; Reservoir</strong></p>
<p>Den Anfang machen in diesem Jahr <a href="http://www.fanfarlo.com/" target="_blank" class="liexternal">Fanfarlo</a>, die ihren Fans ihr Album &#8220;Reservoir&#8221; mit 15 fantastischen Songs für nur 1 $ zum Download angeboten haben. Aufmerksam geworden bin ich durch <a href="http://49suns.de" class="lijulia">Julia</a> und <a href="http://www.nicorola.de" class="liexternal">nicorola</a> auf dieses wirklich starke Album. In dieses Album habe ich mich bereits beim ersten Hören verliebt, was eigentlich selten vorkommt, da ich mindestens ein bis zwei Runden benötige, um die Musik in mich aufzusaugen und den Melodien die Möglichkeit zu geben, sich in meinen Ohren zu entfalten. Die Stücke sind wunderbar instrumentalisiert und ergeben durch ihre Bandbreite einen neuen, frischen Sound. <span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;The Walls are coming down&#8221;:</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5964926&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5964926&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>Dennis Lisk &#8211; Suchen und Finden</strong></p>
<p>Als ich das Album das erste Mal hörte, dachte ich ad hoc: Nicht schon wieder ein ehemaliger &#8220;Hip-Hopper&#8221;, der das Erfolgsrezept Cluesos kopiert und nun meint singen zu müssen. Aber was soll ich sagen: Nach mehrmaligem Hören, habe ich erkannte, dass Dennis Lisk zwar nicht an Clueso heran reicht, aber absolutes Ohrwurmpotential besitzt. Seine Texten beschäftigen meinen Geist, seine Melodien zerfließen auf meiner Zunge. Immer wieder höre ich dieses Album gern. Eine meiner deutschsprachigen Platten des Jahres. <span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;Lass los&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4960890&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4960890&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>Mumford &amp; Sons &#8211; Sigh no more</strong></p>
<p>Was sagt man nun dazu: Folk oder Country? Egal, &gt;Heureka&lt; auf dieses Debut. 12 Stücke lang wird man bei geschlossenen Augen in ein irisches Pub versetzt, bei dem man sich gut vorstellen kann &#8211; entgegen der eigenen leicht schüchternen Art und Weise &#8211; mit wildfremden Menschen auf noch fremderen Tischen zu tanzen. Gute Laune ist vorprogrammiert, auch wenn nicht alle Texte die Glückseeligkeit versprechen. Das lässt sich ohne schlechtes Gewissen vernachlässigen. Mitreißend, ekstatisch und süchtig machend. <span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;Little Lion Man&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lLJf9qJHR3E&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lLJf9qJHR3E&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>The XX &#8211; The XX</strong></p>
<p>Allein das Intro der Scheibe ist der absolute Hammer und ich bin jedesmal enttäuscht, dass es lediglich 2:08 Minuten dauert. Und obwohl es sich hier um ein Instrumentalstück handelt (das Aaahaha zählt ja wohl nicht&#8230;) kann ich gar nicht genug davon bekommen. &#8211; Aber das Stück hat noch wesentlich mehr zu bieten. Wie habe ich bei <a href="http://www.endgueltig.com/2009/08/31/endgueltig-xx/" target="_blank" class="liexternal">Sascha mal in den Kommentaren</a> geschrieben:</p>
<blockquote><p>Ich finde das ist ein super chilliges Album, dass man sowohl zu dieser Jahreszeit, aber auch gut durch den von Melancholie getragenen Herbst und Winter hören kann. Ich lasse mich gern vom Groove begleiten und auch wenn Du dem Album eine gewisse Traurigkeit unterstellst, kann ich mir gut vorstellen, in einem Auto zu sitzen, in die unbekannte Ferne zu fahren, mich von den Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne blenden zu lassen und mir das Lächeln bei den Klängen von Chrystalised nicht verkneifen zu können.</p></blockquote>
<p>Mich wirft das Album wirklich um. <span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;Crystalised&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6964452&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6964452&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>Wye Oak &#8211; The Knot</strong></p>
<p>Ich weiß rückblickend betrachtet nicht mal mehr wie ich auf dieses Kleinod aufmerksam geworden bin. Aber irgendwie gelang es von meinen Ohren, in meinen Geist und von dort direkt in mein Herz. For Prayer ist für mich so ein Stück von totaler und konsequenter Ambivalenz, die sich in weiten Teilen durch die gesamte Platte zieht: Während des zaghaften Gesangs still und ruhig, manchmal sogar auffordernd und dazwischen rockig und rotzig.<br />
<a href="http://stereogum.com/mp3/Wye%20Oak%20-%20Take%20It%20In.mp3" target="_blank" class="liexternal">Wye Oak &#8211; Take it in</a><br />
Wer sich selbst einen umfassenden Eindruck verschaffen will, kann auf der <a href="http://www.mergerecords.com/store/store_detail.php?catalog_id=619" target="_blank" class="liexternal">Labelseite</a> von Wye Oak das komplette Album streamen.<br />
<span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;For prayer&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wF7sAjVcFJM&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wF7sAjVcFJM&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>Paolo Nutini &#8211; Sunny Side up</strong></p>
<p>Nach seiner Debutplatte &#8220;These Streets&#8221; fiel mir der Einstieg und Zugang zu &#8220;Sunny side up&#8221; wahrlich schwer. Sind doch hier vorwiegend beschwingte Sommerstücke zu finden, die zwar immer noch die Paolo-typische Rotzigkeit in der Stimme hervorbringen, im Gegensatz zu Stücken wie &#8220;Last Request&#8221; oder &#8220;Jenny don&#8217;t be hasty&#8221; irgendwie zu sehr  &#8220;Coppa-Cabana&#8221; klingen und weniger rockiger. Die Lieder auf &#8220;Sunny side up&#8221; scheinen dem Closer &#8220;Alloway Groove&#8221; des Debutanten ein ganzes Album hinterher schieben zu wollen. Das ist auf den zweiten Blick auch ein dankbar anzunehmendes Konzept. Mittlerweile erkenne ich stilistisch manchmal eine James Brown Ähnlichkeit (z.B. bei Coming up easy). Irgendwann fiel mir dann auch der Rock wieder auf&#8230;<br />
<span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: &#8220;Coming up easy&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5840454&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color="></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5840454&amp;server=www.vimeo.com&amp;fullscreen=1&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>Jochen Distelmeyer &#8211; Heavy</strong></p>
<p>Die letzten beiden Alben widmen sich der guten alten, wenn auch früher eher von mir gemiedenen, Deutschen Sprache. Den Anfang macht Jochen Distelmeyer, der mir noch zu Blumfeldzeiten mit &#8220;Tausend Tränen tief&#8221; die ultimative Gänsehaut bereitete und meine jugendlichen Depressionen nach vorne trieb. Somit war das Hören von &#8220;Heavy&#8221; mehr als Pflichtprogramm. Und nach einem sperrigen &#8220;Wohin mit dem Hass?&#8221; nahm ich von diesem Vorhaben einige Wochen Abstand. Dann aber wieder packte mich der Zufall und das Album wurde komplett gehört. Einmal und noch einmal und nochmals. Sehnsüchtige Texte mit eklatanter Aussage. Mal traurig, mal Ja-sagend, mal einfach nur schön. Dickes Lob und vorallem: uneingeschränkte Hörempfehlung.<br />
<span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: eigentlich &#8220;Lass uns Liebe sein&#8221; &#8211; da gibt es aber offensichtlich kein Video von. Daher: &#8220;Wohin mit dem Hass?&#8221;</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/V4kjPTh5pzg&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/V4kjPTh5pzg&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p><strong>LaBrassBanda &#8211; Übersee</strong></p>
<p>So auf den letzten Drücker noch in diesem Jahr gefunden. Mehr so durch Zufall. Auf der 11/09-CD des Musikexpress war ein Stück des Albums &#8220;Übersee&#8221;. Erst dachte ich: Seit wann macht Jan Delay mit Blaskapelle einen drauf. Dann kapierte ich, das ist gar nicht Jan Delay. Nun, irren ist menschlich. (Ich muss mich sputen, denn ich wurde gerade in mahnendem Ton gerufen &#8211; Geschenke wollen noch eingepackt werden&#8230;). Wer Gute-Laune-Musik schätzt, wem bayerischer Akzent nicht das Essen im Magen umdreht und der ein bisschen auf Musikkapellen steht, dem sei LaBrassBanda wirklich wärmstens ans Herz gelegt. Mir gefallen sie ausgesprochen gut.<br />
<span style="color: #c90f63;">Leckerbissen: Auch hier eigentlich ein anderer: nämlich &#8220;Bierzelt&#8221;, aber ein Video gibt es lediglich von &#8220;Bauersbua&#8221;; ist aber auch schön.</span></p>
<p><object width="590" height="354"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xGqTzgjKK0U&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/xGqTzgjKK0U&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="590" height="354"></embed></object></p>
<p>An dieser Stelle erwähne ich nicht nochmal den grandiosen &#8220;Slumdog Millionaire O.S.T&#8221;, der zweifellos auch in diese Liste gehört, den ich aber schon in einem eigenen Artikel mit Lob überfahren habe.<br />
So, ich hoffe ein bisschen Spaß hat die 3.566.366,4556. Liste zu den Alben 2009 trotzdem gemacht.</p>
<p>Ich wünsche Euch alle frohe und besinnliche Tage, lasst Euch reich beschenken &#8211; sowohl materiell wie auch emotional. Bis die Tage!</p>


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